CDU ringt um angemessene Wortwahl beim Streitthema Teilzeit
Die kürzliche Wortwahl eines Antrags zum bevorstehenden CDU-Parteitag hat innerhalb der Partei für Diskussionen gesorgt. Unter dem Titel 'Kein Rechtsanspruch auf Lifestyle-Teilzeit' sollte der Antrag ursprünglich in Stuttgart präsentiert werden. Jedoch bedauert Gitta Connemann, Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) sowie Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, diesen Titel. Sie betonte, dass gerade diese Formulierung die ernsthafte Auseinandersetzung mit der Thematik erschwert habe. Ein Umdenken hin zu konstruktiven Debatten über Reformvorschläge sei wünschenswert, betonte Connemann.
Innerhalb der CDU wurde der Antrag ebenfalls kritisiert. Der Kanzleramtschef Thorsten Frei äußerte, dass das Verständnis der CDU davon geprägt sei, den Bürgern nicht vorschreiben zu wollen, wie sie ihr Leben zu gestalten hätten. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann sprach bereits in der 'Rheinischen Post' von einer fehlgeleiteten Formulierung, die das eigentliche Anliegen der Debatte verfehle. Anpassungen an dem Originaltext scheinen notwendig, um den sachlichen Diskurs zu gewährleisten.

