CDU diskutiert Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige
Die CDU plant, während des Bundesparteitages im Februar in Stuttgart das viel diskutierte Thema eines Social-Media-Verbots für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren zu beleuchten. Der CDU-Landesverband Schleswig-Holstein hat hierzu einen Antrag eingereicht, der ein gesetzliches Mindestalter für offene Plattformen von 16 Jahren vorschlägt. Eine Altersverifizierung soll dabei verpflichtend eingeführt werden.
Ziel dieser Maßnahme ist es, Minderjährige vor negativen Einflüssen durch soziale Netzwerke, wie Hasskommentaren, psychischem Druck und Mobbing, zu schützen. Diese Einsicht wird durch ein Statement im Antrag verdeutlicht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und zuerst von der 'Bild' aufgegriffen wurde.
Angesichts der Dringlichkeit des Problems hatte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther bereits im Dezember ein schnelles Social-Media-Verbot für Jüngere nach dem Beispiel Australiens gefordert. Während das Zusammenbringen von Jugendlichen mit neuen Medien als wichtig erachtet wird, besteht laut Günther ein deutlicher Bedarf an professioneller Begleitung und Schutz.
Trotz der Relevanz des Antrags auf dem Parteitag wird die endgültige Entscheidung hinausgezögert. Die Antragskommission hat eine Überweisung an die entsprechenden CDU-Gremien vorgeschlagen, wo der Antrag weiter diskutiert werden soll.
Unterdessen arbeitet die Bundesregierung mit einer Expertenkommission an Vorschlägen zum Jugendschutz in der digitalen Welt. Diese Kommission, bestehend aus Fachleuten aus unterschiedlichen Bereichen, wurde im letzten Herbst gebildet und soll bis zum Sommer konkrete Empfehlungen präsentieren.

