CDU-Diskussion: Soll die Parteibasis mitentscheiden?
Die CDU-Bundestagsabgeordnete Inge Gräßle hat sich offen für die Idee gezeigt, die Mitglieder der Partei über einen möglichen Koalitionsvertrag mit der SPD abstimmen zu lassen. Ihrer Ansicht nach haben Mitgliedervoten mittlerweile eine strategische Rolle in den Verhandlungen, die die SPD gegen die Union einsetzt.
Eine Mitgliederbefragung könnte aus ihrer Perspektive in einer komplizierten Phase innerparteilich für Ruhe sorgen. Auch Jan Redmann, Vorsitzender der CDU Brandenburg, unterstützt die Idee eines Mitgliederentscheids. Er betont die Notwendigkeit, die Parteibasis in die Diskussion über die Koalitionsverhandlungen einzubeziehen.
Der Kreisverband Potsdam-Mittelmark fordert bereits aktiv eine Befragung der Mitglieder, allerdings ist die finale Entscheidung noch nicht getroffen und liegt in Berlin. Steffen Bilger, Mitglied des CDU-Bundesvorstands, sieht dagegen keinen breiten Wunsch nach einer Mitgliederbefragung.
Er ist viel an der Basis unterwegs und bemerkt vereinzelt die Forderung, sieht sie jedoch nicht als Mehrheitsmeinung. Den Mitgliedern sei vor allem wichtig, dass der Koalitionsvertrag qualitativ überzeugend sei.

