Carsten Linnemann erhält Einladung zur Sozialberatung: SoVD möchte Verständnis für Bürgergeld-Empfänger fördern
Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat eine Einladung an Carsten Linnemann ausgesprochen, um den CDU-Generalsekretär für die realen Herausforderungen von Empfängern des Bürgergeldes zu sensibilisieren. Die Vorsitzende des SoVD, Michaela Engelmeier, betonte in einem Gespräch mit der Funke Mediengruppe die Wichtigkeit, den Kontext der betroffenen Personen aus erster Hand zu verstehen.
Der Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD sieht einen Umbau des Bürgergeldes in eine neue "Grundsicherung für Arbeitssuchende" vor. Linnemann meint, dass tiefgreifende Änderungen notwendig seien, insbesondere für Personen, die wiederholt Arbeitsangebote ablehnen, obwohl sie arbeitsfähig sind.
Die Forderung von Linnemann ist klar: Das Bürgergeld solle in solchen Fällen entzogen werden, da ein Mangel an Bedürftigkeit angenommen werde. Engelmeier konterte, indem sie hervorrief, dass viele Empfänger des Bürgergeldes arbeiten möchten, jedoch durch Faktoren wie Krankheit, Alter oder familiäre Verpflichtungen, etwa die Pflege von Angehörigen, nicht können.
Sie unterstrich weiterhin, dass der Anteil der Personen, die absichtlich Arbeitsangebote verweigern, weniger als ein Prozent ausmache und somit kein generelles Problem darstelle. Vor Kürzungen an der neuen Grundsicherung sollte der Dialog mit den Betroffenen gesucht werden.

