Carl Zeiss Meditec: Solides Geschäftsjahr und verhaltene Zukunftserwartungen
Der Medizintechnikkonzern Carl Zeiss Meditec hat im vergangenen Geschäftsjahr 2024/25 eine solide Umsatzsteigerung verbucht. Profitieren konnte das Unternehmen vor allem von der strategischen Übernahme des niederländischen Ophthalmologie-Spezialisten Dutch Ophthalmic Research (DORC). Wie aus Unternehmenskreisen verlautete, erlebten insbesondere die Geräteverkäufe einen Aufschwung, während das Volumenwachstum bei intraokularen Linsen, vor allem im Premiumsegment, positiv hervorstach. Gleichzeitig verzeichneten refraktive Verfahren leicht gestiegene Verbraucherzahlen, während das Niveau der Eingriffe in China stabil blieb.
Der Umsatz erhöhte sich im Jahresvergleich um 7,8 Prozent auf rund 2,23 Milliarden Euro, was den Erwartungen der Analysten entspricht. Bereinigt um Übernahmen und Währungseffekte belief sich das Wachstum auf 3,3 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (Ebita) kletterte um 3,5 Prozent auf 257,7 Millionen Euro.
Die operative Gewinnmarge verringerte sich dabei leicht von 12,0 auf 11,6 Prozent, nachdem im Vorjahr eine außerordentliche Zahlung aus einem beigelegten US-Rechtsstreit die Zahlen begünstigte. Ohne diesen Sondereffekt zeigt sich jedoch ein Anstieg der Marge. Unter dem Strich sank der Überschuss aufgrund eines schwächeren Finanzergebnisses von gut 180 Millionen Euro auf etwa 142 Millionen Euro, was auch eine Reduzierung der Dividende nach sich zieht.
So sollen an die Aktionäre 0,55 Euro je Aktie ausgeschüttet werden, nach 0,60 Euro im Vorjahr. Hier hatten Analysten höhere Zahlungen erwartet.
Für das laufende Wirtschaftsjahr rechnet das Management mit einem Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich, was einem Umsatz von etwa 2,3 Milliarden Euro gleichkommt. Auch hier wurden von Analysten größere Fortschritte prognostiziert. Sowohl das Ebit als auch Ebita sollen weiterhin steigen. Die Ebit-Marge wird zwischen 11,0 und 11,5 Prozent prognostiziert, während die Ebita-Marge bei 12,5 Prozent liegen soll.

