BYD setzt auf Künstliche Intelligenz: Zukunft des Automobilmarktes in China und darüber hinaus
Der chinesische Vorreiter im Bereich der neuen Energiefahrzeuge, BYD, hat kürzlich ein modernes Forschungs- und Entwicklungszentrum eröffnet, um seine Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) und Großmodelle weiter zu intensivieren. In dem Zentrum sind diverse Abteilungen angesiedelt, darunter ein KI-Labor, eine Abteilung für die Entwicklung von KI-Supercomputern sowie ein Big Data-Plattform-Bereich.
Aktuell beschäftigt das Unternehmen etwa 500 Mitarbeiter im Zentrum und plant, diese Zahl zukünftig auf über 1.000 zu steigern. Ziel ist es, durch die von dem Forschungszentrum entwickelten Lösungen in den Bereichen Smart Driving, intelligente Cockpit-Funktionen, Dual-Mode-Systeme in Fahrzeugen, KI-Algorithmen sowie KI-Infrastruktur umfangreiche Rechenleistung und technische Unterstützung bereitzustellen.
Diese Maßnahmen sind Teil von BYDs Strategie, die Marktführerschaft im Bereich Fahrzeugintelligenz zu übernehmen. Im Januar dieses Jahres stellte das Unternehmen seine intelligente Fahrzeugarchitektur namens „Xuanji“ vor, die als das zentrale Element aller Angebote gilt. Dabei handelt es sich um ein zentrales Gehirn mit cloudbasierter KI-Unterstützung sowie fahrzeugintegrierten KI-Komponenten. BYD hat zudem Pläne angekündigt, 100 Milliarden Yuan (entspricht ca. 13,7 Milliarden US-Dollar) in intelligente Technologien zu investieren, um sich im Sektor der neuen Energiefahrzeuge in China wettbewerbsfähig zu halten.
Neben dem Ausbau in der Künstlichen Intelligenz verfolgt BYD auch eine aggressive Expansion auf globaler Ebene. So hat das Unternehmen vor kurzem ein Abkommen mit der türkischen Regierung über den Bau eines Produktionswerks in der Türkei abgeschlossen. Mit einem Investitionsvolumen von 1 Milliarde US-Dollar und einer jährlichen Kapazität von 150.000 Fahrzeugen soll dort eine Produktionsstätte entstehen, die auch ein F&E-Zentrum für Mobilitätstechnologie umfasst. Die Produktion soll Ende 2026 beginnen.

