Bundesweite Fondslösung: Ein Lichtblick für die Fußball-Kostenfrage?
Nach der gescheiterten Verfassungsbeschwerde der Deutschen Fußball Liga (DFL) bezüglich ihrer Beteiligung an Polizeikosten für Hochrisikospiele hat Bremens Innensenator Ulrich Mäurer einen Vorschlag ins Gespräch gebracht, der neue Wege eröffnen könnte. Der SPD-Politiker plädiert für einen bundesweiten Fonds, in den die Profiliga einzahlen würde. Polizeiliche Ausgaben von Bund und Ländern würden dann auf Grundlage der tatsächlichen Kosten abgerechnet. Dies, so Mäurer, wäre der simpelste Ansatz.
Allerdings sei dies an einer Neupositionierung der DFL geknüpft. Mäurer zeigt sich optimistisch, dass der aktuelle Tag den notwendigen Anstoß für diese Bewegung geben könnte. Falls sich die DFL jedoch nicht bewegt, kündigt er an, dass die Bundesländer individuelle Gebührenordnungen festlegen könnten - eine Zahlungspflicht bestünde also ohnehin.
Das Bundesverfassungsgericht hat jüngst bestätigt, dass die Regelung Bremens, nach der die DFL die Kosten für den zusätzlichen Polizeieinsatz bei besonders riskanten Bundesliga-Spielen tragen muss, mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Dieses Urteil beschließt einen fast ein Jahrzehnt währenden Rechtsstreit zwischen der DFL und der Hansestadt Bremen.
Mäurer erklärte nach der Urteilsverkündung sichtlich zufrieden, dass zahlreiche rechtliche Fragen, die bisher Neuland waren, zu Gunsten Bremens geklärt wurden. „Es bleibt nichts offen, was den heutigen Tag zu einem erfreulichen Abschluss macht“, so der Innensenator.

