Bundeswehr eröffnet neues Kapitel: Panzerbrigade zum Schutz der Nato-Ostflanke in Litauen stationiert
In einer eindrucksvollen Zeremonie unter dem wachsamen Auge von Bundeskanzler Friedrich Merz und Verteidigungsminister Boris Pistorius markierte die Bundeswehr einen historischen Moment in Vilnius, der Hauptstadt Litauens. Rund 800 Soldaten der Bundeswehr kamen auf dem majestätischen Kathedralenplatz zusammen, um die offizielle Indienststellung einer Panzerbrigade zu feiern. Stolz nahmen sie ihre Truppenfahne entgegen, geschmückt mit litauischen und deutschen Fahnenbändern, und erhielten den Beinamen 'Litauen'.
Dieser Schritt stellt ein bedeutendes Novum für die Bundeswehr dar. Er findet seinen Hintergrund in der angespannten Sicherheitslage durch die russische Aggression in der Ukraine, knapp über drei Jahre zuvor. Der erstmals dauerhaft im Ausland stationierte Truppenverband unterstreicht die Entschlossenheit Deutschlands, die Bedrohung der Nato-Ostflanke entschlossen abzuwehren.
Der kürzlich geschlossene Koalitionsvertrag der schwarz-roten Regierungskoalition hebt diesen Einsatz als zentralen Beitrag Deutschlands zur Abschreckung und Verteidigung im Nato-Bündnis hervor. Die voll einsatzbereite Brigade mit einer Sollstärke von bis zu 5.000 Soldaten soll bis 2027 in einer eigens geplanten Kaserne in Rudninkai, in der Nähe der belarussischen Grenze, stationiert werden. Bis zur Fertigstellung werden provisorische Unterkünfte in nahegelegenen litauischen Kasernen genutzt.

