Bundeskartellamt erlaubt Kooperation zwischen KNDS und Rheinmetall für neuen Panzer
Das Bundeskartellamt hat grünes Licht für eine zukunftsträchtige Kooperation der Rüstungsunternehmen KNDS Deutschland und Rheinmetall gegeben. Die beiden Firmen werden gemeinsam einen neuen Kampfpanzertyp entwickeln, der von der Fachpresse bereits mit dem inoffiziellen Titel 'Leopard 3' bedacht wurde. Diese Entwicklung soll als Zwischenlösung bis zum Jahr 2045 dienen. Laut der Behörde war es für die einzelnen Unternehmen allein nicht möglich, die gestellten Anforderungen zu erfüllen. Zudem sehe das Bundeskartellamt keine Beeinträchtigung des Wettbewerbs durch diese Zusammenarbeit, so Präsident Andreas Mundt.
Das Zieldatum für die Auslieferung des ersten deutsch-französischen Gemeinschaftsprojekts, dem MGCS, ist derzeit ebenfalls für 2045 angesetzt. Doch der Bundeswehr scheint dieser Zeitrahmen zu lang, weshalb die Kooperation als Zwischenlösung ins Leben gerufen wurde. München beheimatet KNDS Deutschland – das aus dem Vorgängerunternehmen Krauss Maffei Wegmann hervorging – und pflegt seit Jahrzehnten enge Beziehungen zu Rheinmetall. KNDS hat bereits eine fortschrittlichere Variante des Leopard 2 vorgestellt, die auf reges internationales Interesse stößt; rund 400 Bestellungen aus sechs Ländern liegen bereits vor. Rheinmetall liefert für den Leopard 2 die 120mm-Kanone und passende Munition.
Parallel treibt Rheinmetall die Entwicklung einer größeren 130mm-Kanone voran, die beim 'Leopard 3' eingesetzt werden könnte. Ein weiteres Projekt des Düsseldorfer Unternehmens, der eigenentwickelte Panzer KF51 'Panther', sorgte im Jahr 2022 für Aufsehen. Dieser Panzer wurde nicht nur vor dem deutsch-französischen MGCS-Projekt vorgestellt, sondern belebte auch den Namen eines Wehrmacht-Panzers aus dem Zweiten Weltkrieg. Italien gehört zu den Interessenten, die bereits größere Stückzahlen des Panzers geordert haben.

