Bundeskanzler Merz sichert Ukraine fortgesetzte Unterstützung zu
Bundeskanzler Friedrich Merz hat der Ukraine seine fortwährende Unterstützung im Konflikt gegen Russland bekräftigt und damit das Engagement Deutschlands als wichtigster Unterstützer des Landes hervorgehoben. Bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz betonte Merz, die dauerhafte Verlässlichkeit Deutschlands sei gewährleistet. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die aktuelle Kriegslage und die Fortschritte in den Verhandlungen mit Russland und den Vereinigten Staaten.
Darüber hinaus sprach Merz mit Selenskyj über mögliche Kooperationen im Rüstungsbereich sowie über zivile Hilfsmaßnahmen für die Ukraine. Nach dieser Unterredung folgte ein Treffen im sogenannten Berlin-Format, bei dem eine neue Initiative zur Energiehilfe für die Ukraine beschlossen wurde, um den Auswirkungen der Luftangriffe auf die zivile Infrastruktur entgegenzuwirken. Zudem wurden konkrete Schritte im gemeinsamen Krisenmanagement und in der Rüstungsunterstützung besprochen.
Selenskyj meldete sich im Anschluss an das Treffen auf der Plattform X zu Wort und berichtete, es seien vor allem der Energiesektor und der Wiederaufbau thematisiert worden. 'Die Ukraine wird eine Liste mit den Anforderungen zur Unterstützung unserer Energieinfrastruktur und militärischen Kapazitäten erstellen und an die Partner senden. Wir zählen auf ihre Unterstützung', ließ Selenskyj verlauten.
Ein weiteres Gesprächsthema waren Sicherheitsgarantien für die Ukraine und Europa. Während Russland mit Raketen- und Drohnenangriffen die Energieanlagen der Ukraine massiv beschießt und zerstört, kämpfen die Ukrainer, trotz Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt, weiterhin gegen die fast vier Jahre andauernde Invasion an.
Teilnehmer des Berlin-Formats waren neben Merz und Selenskyj die Staats- und Regierungschefs aus Frankreich, Finnland, Großbritannien, Polen, Norwegen, Dänemark, Schweden, Estland, und die Niederlande. Auch Spitzenvertreter von NATO, EU-Rat und EU-Kommission sowie die Außenminister Italiens und Kanadas nahmen teil.

