Bundeskanzler Merz setzt auf Europäische Einheit und Wettbewerbsfähigkeit
Bei seinem Debüt auf dem EU-Gipfel hat Bundeskanzler Friedrich Merz der EU-Kommission volle Unterstützung zugesichert, um schnell zu einer Einigung im Zollstreit mit den USA zu gelangen und die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu stärken. "Europa steht vor entscheidenden Wochen und Monaten", betonte der Vorsitzende der CDU vor den Beratungen mit 26 weiteren Staats- und Regierungschefs in Brüssel. Er ließ keinen Zweifel daran, dass die deutsche Bundesregierung ihren Teil dazu beitragen wird, dass Europa gestärkt in die Zukunft blicken kann.
Merz, der seine politische Laufbahn einst im Europäischen Parlament begann, kehrt mit diesem Gipfel wieder auf die europäische Bühne zurück. Trotz seiner kurzen Ankunft vor den Kameras im Europäischen Rat, in der er sich nicht den Fragen der Presse stellte, war seine Botschaft klar: Europa soll durch vorausschauendes Handeln "einen großen Schritt" nach vorne machen. Er kritisierte zuvor die Amtsführung von Olaf Scholz in Brüssel scharf und will nun selbst dazu beitragen, dass Deutschland in der EU wieder aktiver wird.
Im Rahmen seiner Regierungserklärung legte Merz ein starkes Bekenntnis ab, die europäische Idee von Freiheit und Frieden zu beleben. "Deutschland wird Initiativen ergreifen", versprach er, um Europas Bedeutung weltweit zu sichern und zu stärken. Damit signalisiert er sowohl Kontinuität als auch Aufbruch in der deutschen EU-Politik.

