Bundesanleihen legen leicht zu, während globale Themen die Märkte beschäftigen
Die Kurse der deutschen Bundesanleihen haben am Montag einen moderaten Anstieg verzeichnet, wobei der Euro-Bund-Future um 0,08 Prozent auf 129,56 Punkte stieg. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen blieb stabil bei 2,62 Prozent. Insgesamt blieben die Schwankungen der Kurse begrenzt.
In Deutschland hat sich das Ifo-Geschäftsklima im Oktober stärker als prognostiziert verbessert. Während die befragten Unternehmen optimistischere Erwartungen äußerten, wurde die derzeitige wirtschaftliche Lage pessimistischer eingeschätzt. Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer blickt mit gemischten Gefühlen auf die Zukunft. Er rechnet damit, dass ein kommendes Fiskalpaket Anfang nächsten Jahres für konjunkturellen Aufwind sorgen könnte. Allerdings, so warnt Krämer, könnte dieser Wachstumsimpuls ohne umfassende Reformen von kurzer Dauer sein.
Auf internationaler Ebene hat sich der Handelsstreit zwischen den USA und China vor einem geplanten Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping etwas entspannt, was jedoch keine signifikanten Bewegungen im deutschen Anleihenmarkt hervorgerufen hat.
Der Fokus der Märkte liegt auf den anstehenden Zinsentscheidungen großer Notenbanken in dieser Woche. Erwartet wird, dass die US-amerikanische Fed ihren Leitzins am Mittwoch um 0,25 Prozentpunkte senken wird. Trotz des jüngsten Shutdowns, der die Datenlage erschwert hat, bleibt diese Prognose bestehen. Im Gegensatz dazu dürfte die Europäische Zentralbank am Donnerstag keine Änderungen an ihrem Leitzins vornehmen.

