Bundesanleihen in der Schwebe: Inflationsentwicklung bleibt spannend
Die Talfahrt bei deutschen Bundesanleihen hat am Mittwoch nur eine zaghafte Atempause eingelegt. Der maßgebliche Euro-Bund-Future pendelte um den Schlusskurs des Vortages und ermäßigte sich bis zum späten Nachmittag um 0,12 Prozent auf 129,27 Punkte. Zeitgleich kletterte die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen auf 2,70 Prozent.
Während Konjunkturdaten zur Wochenmitte nur wenig Bewegung auslösten, präsentierte sich die deutsche Inflationsentwicklung mit einer erfreulichen Nachricht: Der Rückgang der Energiepreise hatte zur Folge, dass die Inflationsrate im April auf ihr niedrigstes Niveau seit Oktober abrutschte, eine Entwicklung, die die vorausgegangene Schätzung bestätigte. Obwohl der stärkere Euro und die gesunkenen Energiepreise dämpfend wirken, zeigen sich Volkswirte unentschlossen über die weitere Entwicklung der Inflation.
Trotz der konjunkturellen Flaute und eines abkühlenden Arbeitsmarktes scheint insbesondere die Inflationsrate im Dienstleistungssektor widerstandsfähiger zu bleiben als erwartet, wie Sebastian Becker, Experte bei der Deutschen Bank, analysiert.

