Bundesanleihen bleiben stabil: Ifo-Daten und globale Handelsgespräche ohne große Wirkung
Am Montag verharrten die deutschen Bundesanleihen in einer weitgehend stabilen Position, wobei der Euro-Bund-Future unverändert bei 129,46 Punkten blieb. Die Rendite der zehnjährigen Anleihen wurde mit 2,63 Prozent notiert, was auf nur geringfügige Schwankungen im Kursverlauf hinweist. Das Ifo-Geschäftsklima konnte trotz einer leicht positiven Entwicklung der Geschäftserwartungen die Märkte nicht wesentlich bewegen. Gleichzeitig verschlechterte sich die Einschätzung der aktuellen ökonomischen Lage.
Laut Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, wird ab Anfang des nächsten Jahres ein Fiskalpaket erwartet, das die Wirtschaft antreiben könnte. Ein Impuls dieser Größenordnung, der fast ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmacht, wird als unvermeidlich eingestuft. Doch hinsichtlich der langfristigen Perspektive zeigt sich Krämer skeptisch und befürchtet, dass ohne grundlegende Reformen das Wachstum nur vorrübergehend belebt wird.
Auf globaler Ebene führte der Handelsdialog zwischen den USA und China, initiiert durch Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping, zu einer vorläufigen Einigung. Dennoch zeigten sich keine signifikanten Kursausschläge im deutschen Rentenmarkt. Augenmerk liegt bereits auf den kommenden Zinsentscheidungen der Zentralbanken. Die US-Notenbank Fed wird am Mittwoch voraussichtlich eine Senkung des Leitzinses um 0,25 Prozentpunkte vornehmen, trotz eingeschränkter Datenlage infolge des Shutdowns. Die Europäische Zentralbank hingegen dürfte ihren Leitzins am Donnerstag unangetastet lassen.

