Britischer Mobilfunkmarkt: Ofcom erwägt Senkung der Lizenzgebühren
Britische Mobilfunkunternehmen könnten jährlich etwa 40 Millionen Pfund sparen, nachdem Ofcom, die britische Kommunikationsaufsichtsbehörde, vorschlug, einige der von ihnen erhobenen jährlichen Lizenzgebühren zu senken. Derzeit müssen Unternehmen wie BT und Vodafone beträchtliche jährliche Gebühren zahlen, um bestimmte Funkfrequenzen, die sogenannten Spektrumsbänder, nutzen zu dürfen.
Diese Gebühren belaufen sich auf rund 320 Millionen Pfund pro Jahr und fließen direkt in die Staatskasse. Ofcom verkündete kürzlich, dass es in Erwägung zieht, die Gebühren um etwa 21 % für die 900-Megahertz- und 1800-MHz-Spektren zu senken. Im Falle des 2100-MHz-Spektrums könnte eine Reduktion der jährlichen Gebühren um 12 % erfolgen.
Die mögliche Absenkung würde bedeuten, dass Mobilfunkbetreiber insgesamt etwa 40 Millionen Pfund weniger zahlen müssten. Die genaue Einsparung ist dabei von Betreiber zu Betreiber unterschiedlich, abhängig davon, wie viel Spektrum jedes Unternehmen in den jeweiligen Bändern hält.
Der Anstoß zu dieser Überprüfung der Gebühren kam auf Anfrage des Telekommunikationsriesen BT. Ofcom erklärte, die Gebühren dienten dazu, eine effiziente Nutzung des Spektrums sicherzustellen, doch bemängeln die Unternehmen, dass diese zu erhöhten Betriebskosten führen und somit die Rentabilität beeinträchtigen.
Ob die Einsparungen an die Verbraucher, etwa in Form niedrigerer Preise, weitergegeben werden, bleibt unklar. Zudem erhielten Vodafone und Three grünes Licht von der Wettbewerbskommission, zu fusionieren, nachdem sie sich bereit erklärten, Milliarden in den Ausbau eines gemeinsamen 5G-Netzes in Großbritannien zu investieren.
Diese Fusion wird den größten Mobilfunkanbieter des Landes mit rund 27 Millionen Kunden schaffen, wobei strenge Auflagen, wie ein dreijähriges Tariflimit für bestimmte Mobilfunkpreise, umgesetzt werden müssen.

