Britische Industrie mit lähmender Unsicherheit: Einkaufsmanagerindex fällt erneut
Die Stimmung in der britischen Industrie hat einen unerwartet starken Dämpfer erhalten. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) verzeichnete im August einen Rückgang um 1,0 Punkt und steht nun bei 47,0 Punkten, wie aus der aktualisierten Analyse von S&P Global, veröffentlicht am Montag in London, hervorgeht. Ursprünglich war man von einer Bestätigung der Erstschätzung von 47,3 Punkten ausgegangen.
Bereits seit elf Monaten verharrt der Indikator unter der wichtigen Marke von 50 Punkten, die als Grenze zwischen Wachstum und Schrumpfung wirtschaftlicher Aktivitäten gilt. Die anhaltende Unterschreitung dieser Schwelle signalisiert eine Phase wirtschaftlicher Stagnation, die weiter anhält.
Experte Rob Dobson von S&P Global äußerte sich besorgt über die Zukunftsaussichten des Sektors, die er als 'sehr ungewiss' bezeichnete. Ein Grund für die unsicheren Perspektiven sind die befürchteten politischen Entscheidungen der britischen Regierung, die unter anderem Steuererhöhungen in Betracht ziehen könnte. Solche Maßnahmen könnten die Wettbewerbsfähigkeit der industriellen Hersteller sowohl auf heimischem Boden als auch auf dem Exportmarkt nachhaltig beeinträchtigen.

