Britisch-amerikanisches Handelsabkommen in den Startlöchern
US-Präsident Donald Trump hat ein neues Handelsabkommen mit einem "großen und sehr angesehenen Land" angekündigt, das sich nach Berichten um Großbritannien handelt. In einer geplanten Pressekonferenz soll er am Donnerstag weitere Details enthüllen. Währenddessen bereitet sich die britische Regierung auf Erklärungen vor, um über den aktuellen Verhandlungsstand zu informieren. Premierminister Keir Starmer betonte die wichtige Partnerschaft mit den USA.
Fachleute mahnen zur Vorsicht, da keine genauen Details zur Ausgestaltung des Abkommens vorliegen. Die Vereinbarung könnte zeitlich begrenzt und auf spezifische Wirtschaftssektoren fokussiert sein. Aktuell sind britische Exportwaren mit US-Zöllen belegt, die für den Automobilsektor und Metalle deutlich höher liegen. Großbritanniens kürzliches Handelsabkommen mit Indien wird dabei als Maßstab eines künftigen Handelsbooms betrachtet.
Für die Vereinigten Staaten wäre dies das erste Abkommen mit einem bedeutenden Wirtschaftspartner seit Einführung umfassender Strafzölle unter Trump. Der Präsident deutet eine Welle zukünftiger Abkommen an. Seine Einladung zu einem Staatsbesuch in Großbritannien durch König Charles III. könnte die Partnerschaft zudem stärken.
Berichten zufolge soll das mögliche Abkommen keinerlei Hindernisse für eine stärkere Annäherung Großbritanniens an die EU darstellen. Die umstrittenen US-Lebensmittelstandards bleiben außen vor, was der britischen Versorgung mit heimischen Qualitätsstandards ein Sicherheitsnetz bietet. Ein anstehender EU-Gipfel könnte zudem die Beziehung zwischen Großbritannien und der EU weiter intensivieren, möglicherweise auch in Hinsicht auf Tiergesundheits- und Lebensmittelstandards.

