Brasilien als Vermittler: Lulas diplomatische Mission im US-Venezuela-Konflikt
Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva plant eine diplomatische Initiative zur Deeskalation der zunehmenden Spannungen zwischen den USA und Venezuela. Mit einem geplanten Telefonat mit US-Präsident Donald Trump, das noch vor Weihnachten stattfinden soll, möchte Lula die potenzielle Kriegsgefahr auf dem amerikanischen Kontinent bannen. Er kündigte an, mit Trump über mögliche Beiträge Brasiliens zu einem friedlichen Ausweg aus der Krise sprechen zu wollen.
Lula, der in Brasília vor Journalisten sprach, hob seine positive Beziehung zu Trump hervor und betonte, dass er sich nach anfänglichen Auseinandersetzungen mit dem US-Präsidenten gut verständigen könne. Er beschrieb die beiden als „Freunde“, die – gemeinsam in die Jahre gekommen – keinen Anlass zu Streitereien hätten. Inmitten der sich zuspitzenden Konfliktsituation äußerte Lula sein Unverständnis über die tatsächlichen Ursachen und Ziele der Auseinandersetzung, und stellte infrage, ob wirtschaftliche Interessen, wie Öl oder andere Ressourcen, im Mittelpunkt stehen könnten. Trump hatte kürzlich die Blockade sanktionierter Öltanker rund um Venezuela angeordnet, was eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats auf Venezuelas Betreiben ausgelöst hat. Die US-Truppenpräsenz in der Karibik wurde verstärkt und führte in den letzten Tagen zu tödlichen Zwischenfällen bei Auseinandersetzungen mit angeblichen Drogenschmugglern. Angesichts dieser Entwicklungen rangiert Lulas Friedensmission für ein mögliches Entgegenkommen zwischen den Ländern hoch auf der internationalen Agenda.

