BP zieht sich aus US-Windgeschäft zurück: Rückkehr zum fossilen Kerngeschäft
Der britische Energie-Gigant BP setzt ein klares Zeichen der Umorientierung, indem er sein US-Geschäft mit Windenergie an Land veräußert. In einem strategischen Schritt, der die Rückbesinnung auf fossile Brennstoffe unterstreicht, hat BP bekanntgegeben, zehn seiner Windanlagen mit einer beeindruckenden Gesamtkapazität von 1,7 Gigawatt an den nordamerikanischen Energieinvestor LS Power zu veräußern. Interessant bleibt, dass BP sich hinsichtlich der finanziellen Details bedeckt hält – diese sollen erst im Zuge der Quartalszahlenveröffentlichung im August ans Licht kommen.
Dieses Manöver erfolgt auf der Grundlage eines umfassenden Umbauplans, der von Konzernchef Murray Auchincloss initiiert wurde, der BP wieder auf das traditionelle Geschäftsfeld von Öl und Gas trimmen will. Die konsequente Abkehr von einem umweltfreundlichen Portfolio ist ein nicht zu unterschätzender Wandel: Geplante Verkäufe von erneuerbaren Energien im sagenhaften Wert von 20 Milliarden US-Dollar heben den Punkt besonders hervor. Unter dem wachsamen Auge investorengetriebener Akteure, darunter der Hedgefonds Elliott, vollzieht BP diesen strategischen Rückzug.
Trotz all dieser Umstrukturierungen blieb die BP-Aktie in ihrer Performance bis dato hinter vielen ihrer Marktteilnehmer zurück – ein Umstand, der den Druck auf das Unternehmen weiter erhöht.

