Boris Pistorius setzt auf Tempo bei Bundeswehr-Bauprojekten
In einem kürzlich erfolgten Zusammentreffen mit Vertretern der Länder hat Verteidigungsminister Boris Pistorius die Notwendigkeit betont, die Realisierung von Baumaßnahmen für die Bundeswehr zu beschleunigen. Der Schwerpunkt liegt auf der Erreichung von Kriegstüchtigkeit durch rasche infrastrukturelle Entwicklungen. Ein 'Aktionsplan Infrastruktur' wurde vorgestellt, der Ansätze zur Beschleunigung von Bauvorhaben beleuchtet. Pistorius betonte die Wichtigkeit des Zeitfaktors bei Infrastrukturprojekten und erörterte, dass eine Beschleunigung unter anderem durch die Priorisierung von Projekten und die Standardisierung von Baumodulen erfolgen soll. Die vorgeschlagene Standardisierung würde es ermöglichen, dass für gleichartige Gebäude wie Unterkünfte und Kantinen nicht in jedem Bundesland separate Genehmigungsverfahren nötig werden. Der Plan sieht außerdem die verstärkte Inanspruchnahme von Generalunternehmern vor, sowie die kombinierte Beschaffung von Rüstung und Infrastruktur, um eine effektive Durchführung zu gewährleisten. Zudem soll durch die Entlastung von Landesbauverwaltungen bei kleineren Aufträgen eine effizientere Abwicklung größerer Projekte erreicht werden. Pistorius unterstrich die Dringlichkeit des Handelns mit Verweis auf die geschätzten 24 Milliarden Euro Sanierungs- und Erneuerungsbedarf der Bundeswehrinfrastruktur und warnte davor, dass ohne beschleunigte Maßnahmen eine Realisierung der benötigten Infrastruktur rund 25 Jahre dauern könnte. Diese Zeitverzögerung sei angesichts der aktuellen sicherheitspolitischen Lage nicht hinnehmbar. Die Umsetzung der Infrastrukturprojekte der Bundeswehr müsse daher deutlich beschleunigt werden, um den aktuellen Herausforderungen gerecht zu werden. (eulerpool-AFX)

