Börsen trotz Unsicherheiten auf Erholungskurs – Goldpreis fällt
Die internationalen Finanzmärkte zeigen sich bemerkenswert widerstandsfähig trotz Herausforderungen wie dem schwächelnden Vertrauen in US-Regionalbanken, zwiespältigen Handelsbeziehungen rund um Seltene Erden und Frankreichs jüngster Bonitätsabstufung. Der DAX legt zu Wochenbeginn deutlich zu, während der Goldpreis zurückgeht. Dies deutet auf eine allgemein positive Stimmung und Hoffnung auf eine solide Quartalsberichtssaison hin, die durch den jüngsten Erfolg von thyssenkrupp, den Spin-off ihrer Marine-Sparte TKMS, an der Frankfurter Börse ergänzt wird.
Analysten bemerken, dass die vergangene Anspannung nach Kreditbetrugsmeldungen bei zwei kleineren US-Regionalbanken die Börsenlandschaft nur kurzfristig belastet hat. Erinnerungen an frühere Bankenpleiten schienen damit gedämpft. An der geopolitischen Front bleibt der Konflikt um Seltene Erden ungelöst, wobei China strengere Ausfuhrkontrollen ankündigte und von US-Seite Strafzölle angedroht wurden. Europa wird ebenfalls durch die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Frankreichs durch Standard & Poor's belastet.
Dennoch treiben positive Erwartungen die Märkte. Der DAX bewegt sich nach oben, und die Großbanken der USA sowie europäische Konzerne wie ASML und LVMH haben bislang die Prognosen übertroffen. Eine positive Bilanzsaison könnte wahrscheinlicher erscheinen, da die Investoren mit besonnenem Optimismus blicken.
Nichtsdestotrotz werfen charttechnische Analysen Bedenken auf. Die Indikatoren signalisieren Verkaufsdruck mit Potenzial für weitere Verluste. Währenddessen bleiben die makroökonomischen Daten an den internationalen Börsen zentral. Europa und die USA richten ihre Aufmerksamkeit auf bevorstehende Unternehmensberichte und Verbraucherpreisdaten.
Diese Woche berichten zahlreiche Unternehmen aus dem STOXX Europe 600 und dem S&P 500 über ihre Finanzen, darunter große Namen wie SAP, MTU Aero Engines, Sanofi, Porsche, Coca-Cola, 3M, General Motors, Tesla und Intel. In den USA wird die Veröffentlichung der Verbraucherpreiszahlen mit Spannung erwartet, trotz andauerndem Regierungsshutdown.

