Börsen in Fernost: Zurückhaltung vor geldpolitischer Entscheidung in den USA
Die Aktienmärkte in Fernost reagierten am Freitag überwiegend verhalten, nachdem spekulative Signale aus den USA die Runde gemacht hatten. Der Fokus lag auf dem US-Präsidenten Donald Trump, der plant, schon an diesem Freitag seinen Favoriten für die Nachfolge des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell zu verkünden. Kevin Warsh, dessen Name im Vorfeld immer wieder genannt wurde, gilt als Befürworter einer restriktiven Geldpolitik, was die Hoffnung auf lockere monetäre Maßnahmen dämpfte und weltweit die Märkte belastete.
Japanische Aktien hielten sich vergleichsweise stabil, unterstützt von einer nachlassenden Inflation im Großraum Tokio. Diese Entwicklung nimmt dem dortigen geldpolitischen Druck die Dringlichkeit, die Zinssätze zu erhöhen. Der Nikkei 225 schloss mit einem leichten Minus von 0,1 Prozent und bleibt auf Wochensicht knapp im negativen Bereich.
Die Börse in Südkorea fiel positiv auf, indem sie nahezu unverändert behauptet blieb. Besonders Halbleiterwerte stellten sich als stützend heraus, wie die Marktprognosen der Deutschen Bank vermuten lassen. Im Gegensatz dazu mussten sich die chinesischen Märkte mit stärkeren Verlusten abfinden. Der wichtige CSI-300-Index verlor ein Prozent, während der Hang Seng in Hongkong um zwei Prozent nachgab. Trotz dieser Woche der Verluste konnte der Hang Seng im bisherigen Jahr beachtliche Zuwächse verzeichnen.
Auch die australische Börse registrierte einen Rückgang. Der S&P/ASX 200 Index fiel um 0,65 Prozent, was jedoch den allgemeinen Trend der vergangenen Tage widerspiegelt.

