BNP Paribas begeistert mit starken Ergebnissen: Fokus auf Effizienzsteigerung

Die französische Großbank BNP Paribas hat das vergangene Jahr mit beeindruckenden Geschäftszahlen abgeschlossen und setzt klare Wachstumsziele für die Zukunft. Bankchef Jean-Laurent Bonnafe verlautbarte ehrgeizige Pläne, die die Rendite auf das materielle Eigenkapital bis 2028 auf über 13 Prozent steigern sollen. Zuvor lag die Zielmarke bei rund 13 Prozent. Mit diesen positiven Aussichten erntete die Bank großen Zuspruch von den Anlegern.
Die Reaktion am Aktienmarkt ließ nicht lange auf sich warten. Am Vormittag verzeichnete die Aktie von BNP Paribas einen Kurssprung von zwischenzeitlich rund viereinhalb Prozent, bevor sie sich mit einem Plus von nahezu drei Prozent einpendelte. Beeindruckend ist die bisherige Performance im Eurozonen-Index EuroStoxx 50, in dem das Papier zu den besten Titeln gehört. Seit Jahresbeginn verbuchte die Aktie einen Zuwachs von 16 Prozent und im Jahresvergleich einen bemerkenswerten Anstieg von über 40 Prozent.
Für das Schlussquartal des letzten Jahres meldete die Bank einen Gewinn von fast 3 Milliarden Euro, dies entspricht einem Zuwachs von 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und übertrifft die Prognosen der Analysten. Der Konzern profitierte von einem Einnahmenwachstum auf 51,2 Milliarden Euro, was einem Plus von knapp fünf Prozent entspricht. Maßgeblich dazu beigetragen hat die Übernahme des Fondsbereichs des französischen Versicherers Axa Mitte des Jahres 2025. Der Jahresgewinn erhöhte sich dadurch ebenfalls um knapp fünf Prozent auf 12,2 Milliarden Euro, wobei die Rendite auf das materielle Eigenkapital 11,6 Prozent erreichte.
Trotz eines Kostenanstiegs von fast vier Prozent konnte Bonnafe mit einem Sparprogramm überzeugen, das Einsparungen in Höhe von 800 Millionen Euro brachte – 200 Millionen über den ursprünglichen Plan hinaus. Für das laufende Jahr sind weitere Einsparungen von 600 Millionen Euro vorgesehen, um die Kosten im Jahr 2028 auf unter 56 Prozent der Erträge zu senken. Aktionäre dürfen sich für das Jahr 2025 zudem auf eine gestiegene Jahresdividende von insgesamt 5,16 Euro je Aktie freuen, was einem Anstieg von knapp acht Prozent entspricht.

