BMW feiert Rückkehr zur Präsenz: Hauptversammlung als mitreißendes Familientreffen
Zum ersten Mal seit fünf Jahren versammelten sich BMW-Aktionäre wieder live in der Münchner Olympiahalle, um sich über den Kurs des renommierten Autobauers zu informieren. Rund 3000 Interessierte folgten dem Ruf zur Hauptversammlung und nutzten die Gelegenheit, direkte Einblicke in die Strategie des Unternehmens unter globalwirtschaftlichen Herausforderungen, wie den US-Zöllen und der wirtschaftlichen Abkühlung in China, zu gewinnen.
Konzernchef Oliver Zipse eröffnete die Veranstaltung mit einem klaren Statement zur Wahl des Präsenzformats: "Der Mensch ist nicht digital. Wir alle wollen uns auch persönlich austauschen." Auch Aufsichtsratschef Norbert Reithofer unterstrich die Bedeutung des persönlichen Dialogs in Zeiten des Wandels.
Der emotionale Höhepunkt der Veranstaltung war der Abschied von Norbert Reithofer, der nach 38 Jahren bei BMW seinen Posten niederlegen wird. Umringt von Dankesbekundungen aus verschiedenen Lagern, übergab er das Zepter an den ehemaligen Finanzvorstand Nicolas Peter. Dass dieser aufgrund der stabilen Mehrheitsverhältnisse bei BMW problemlos in den Aufsichtsrat gewählt wird, war keine Überraschung.
Die Zukunft der Hauptversammlungen bei BMW bleibt indes spannend. Das Unternehmen plant die Genehmigung für virtuelle Versammlungen für die kommenden fünf Jahre, was kontrovers diskutiert wird. Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz hielt dies für übertrieben, während BMW versprach, zumindest einmal in diesem Zeitraum eine Präsenzversammlung einzuberufen.
Umweltaktivisten nutzten die Versammlung als Plattform für ihre Anliegen, vermochten es jedoch nicht, die harmonische Atmosphäre nachhaltig zu stören.

