Blue Origin sichert sich prestigeträchtigen NASA-Auftrag für Mondmission
Die ambitionierten Pläne zur Erforschung des Mondes erhalten neuen Schub durch eine frische Kooperation zwischen der NASA und Blue Origin. Das Raumschiffunternehmen sicherte sich einen bedeutenden Vertrag im Rahmen der Commercial Lunar Payload Services der NASA, was als ein kräftiger Vertrauensbeweis für Blue Origins Blue Moon-Lander gilt. Der Fokus liegt auf der Auslieferung des VIPER-Rovers zum Mond, einem Meilenstein für die wissenschaftliche und technologische Weiterentwicklung der planetaren Exploration.
Im Rahmen des etwa 190 Millionen Dollar schweren Auftrags wird Blue Origin den VIPER – dessen langer Name „Volatiles Investigating Polar Exploration Rover“ ist – mit dem unbemannten Blue Moon Mk1-Lander transportieren. Eine parallele, aber unabhängige Initiative mit bemannter Landertechnologie wird im Rahmen des Artemisprogramms verfolgt. Der VIPER-Rover soll nahe des lunaren Südpols landen und dort nach vermutetem Wassereis suchen.
Für VIPER bedeutet dies einen Neustart, nachdem die ursprünglichen Pläne aufgrund von Verzögerungen und steigenden Kosten auf Eis gelegt wurden. Ursprünglich sollte der Rover von Astrobotic in Zusammenarbeit mit dem Griffin-Lander auf den Mond gebracht werden. Doch die NASA hatte diesen Plan im Sommer 2024 gestrichen, was zu erheblichen Diskussionen in der Forschungsgemeinschaft führte. Daraufhin appellierte die NASA an US-amerikanische Unternehmen, Wege zur Nutzung des VIPER ohne weitere Kosten für die Regierung zu finden.
Mit der Einbindung von Blue Origin soll der Rover nun bis Ende 2027 auf einer festgelegten Mission die lunare Landschaft erkunden. Über 100 Tage hinweg wird VIPER, etwa so groß wie ein Golfwagen, auf der Mondoberfläche aktiv sein, um durch Bohrungen und Analysen das Vorhandensein von Wasser und anderen Mineralien zu kartieren. Diese Erkenntnisse sind essenziell für die zukünftigen Wissenschaftsziele der NASA und für eine mögliche langfristige menschliche Präsenz auf dem Mond, bei der lokale Ressourcenverwertung entscheidend sein könnte.

