Blackstone setzt auf Digitalisierung: Milliardenprojekt für Rechenzentrum in Lippetal geplant
Der US-amerikanische Finanzriese Blackstone hat seine Pläne für ein wegweisendes Rechenzentrum im westfälischen Lippetal bekanntgegeben. Mit einer Investition von rund vier Milliarden Euro soll hier in den kommenden Jahren ein Zentrum für Cloud-Dienste und Künstliche Intelligenz entstehen. Der Erwerb eines Grundstückes wurde bereits abgeschlossen, jedoch hängt die finale Umsetzung vom Erfüllen bestimmter Vertragskonditionen ab.
Ein zügiges Einleiten des Planverfahrens ist vorgesehen, um die Bauarbeiten rasch zu starten. Die Bauausführung wird von Quality Technology Services (QTS) übernommen, einer Blackstone-Tochter, die bereits über umfassende Erfahrung im Bau von Rechenzentren in den USA und Europa verfügt. Firmen wie Amazon Web Services und Microsoft zählen zu den Nutzern der von QTS gebauten Infrastruktur.
Das Rechenzentrum könnte die Innovationskraft der Region NRW signifikant stärken und den Standort langfristig aufwerten. Bürgermeister Tobias Nillies aus Lippetal und Marc Herter, der Oberbürgermeister von Hamm, bekräftigen die Bedeutung dieses Projekts für die Region. Besonders die bestehende Energieinfrastruktur und der Zugang zu zukünftigem grünen Strom, welcher über die geplante Höchstspannungsleitung aus der Nordsee transportiert werden soll, seien laut Blackstone entscheidende Faktoren für die Standortwahl. Dieses Projekt gesellt sich zu weiteren großangelegten Investitionen in Deutschland; so hat Microsoft im Rheinischen Revier und die Schwarz-Gruppe nahe Lübbenau bereits Milliardenprojekte in die Wege geleitet.

