Bitcoin könnte laut Experte bei etwa 50.000 $ den nächsten Tiefpunkt finden

Während Gold erhebliche Gewinne verzeichnet, zeigt Bitcoin (BTC) weiterhin Schwäche und nähert sich wichtigen Unterstützungsniveaus. Der Kurs bewegt sich in Richtung der Marke von 82.000 $, die als entscheidend für die zukünftige Entwicklung der weltweit größten Kryptowährung gilt.
In diesem Kontext hat der Marktanalyst Doctor Profit auf das Gold-Bitcoin-Verhältnis (GOLD/BTC) hingewiesen, das er als eines der wichtigsten Diagramme des aktuellen Bitcoin-Zyklus bezeichnet.
Was das Gold-Bitcoin-Verhältnis andeutet
Laut Profit hat dieses Verhältnis wiederholt zuverlässige Signale für bedeutende Marktspitzen und -tiefs geliefert. Er erklärte, dass er dieses Modell vor fast einem Jahr vorgestellt hat und dabei ein historisches Muster hervorhob, bei dem Bitcoin seinen Höchststand erreicht, wenn 0,02 BTC einer Unze Gold entsprechen, und seinen Tiefpunkt, wenn dieses Verhältnis 0,11 BTC pro Unze erreicht.
Profit betonte, dass dieses Verhältnis im vorherigen Zyklus zutraf und den Höchststand von Bitcoin im Jahr 2021 sowie den Tiefpunkt im Jahr 2022 genau markierte. Er argumentiert, dass sich das gleiche Muster im aktuellen Zyklus wiederholt hat, wobei der jüngste Höchststand von Bitcoin bei etwa 125.000 $ erreicht wurde, als das Gold-Bitcoin-Verhältnis erneut das Niveau von 0,02 erreichte.
Die entscheidende Frage ist nun, ob der Markt erneut das Niveau von 0,11 BTC pro Unze erreichen wird, das historisch einen Tiefpunkt signalisiert. Basierend auf den aktuellen Preisen erläuterte Profit die Berechnung.
Bei einem Goldpreis von etwa 5.500 $ pro Unze würde eine Division durch 0,11 einen Bitcoin-Preis von etwa 50.000 $ implizieren. Dieses Ergebnis stimmt mit seiner breiteren Erwartung überein, dass das Zyklustief von Bitcoin zwischen 50.000 $ und 60.000 $ liegen könnte.
Selbst in einem optimistischeren Szenario für Gold, bei dem der Preis auf 7.000 $ pro Unze steigen könnte, würde das gleiche Verhältnis einen Bitcoin-Tiefpunkt bei etwa 63.000 $ implizieren. In seiner Ansicht unterstützen beide Szenarien die Idee, dass Gold in den kommenden Monaten Bitcoin übertreffen wird.
BTC nähert sich spätzyklischer Bärenphase?
Nicht alle Analysten teilen jedoch diese pessimistische Einschätzung für Bitcoin. Der technische Analyst Michael van de Poppe bietet eine konträre Perspektive und schlägt vor, dass die jüngste Stärke von Gold bald erschöpft sein könnte, was möglicherweise den Weg für eine Kapitalrotation zurück in Bitcoin ebnet.
Van de Poppe hob den Relative Strength Index (RSI) von Bitcoin im Vergleich zu Gold auf wöchentlicher Basis hervor und stellte fest, dass dieser den niedrigsten jemals aufgezeichneten Wert erreicht hat.
Seiner Einschätzung nach deutet dies auf ein starkes Ungleichgewicht in den Bewertungen hin, wobei ein Vermögenswert kurzfristig überdehnt erscheint und der andere stark unterbewertet ist. Er beschrieb die Situation als Teil dessen, was er die „große Rotationsphase“ des Marktzyklus nennt.
Der Analyst verwies auch auf den Z-Score-Indikator von Bitcoin, ein Maß zur Bewertung, ob die Kryptowährung über- oder unterbewertet ist, indem ihre Marktkapitalisierung mit der realisierten Kapitalisierung, angepasst an die Volatilität, verglichen wird.
Laut van de Poppe ist der aktuelle Z-Score von Bitcoin niedriger als bei mehreren bedeutenden historischen Tiefpunkten, einschließlich derer von 2015, 2018, dem COVID-19-Crash 2020 und dem Bärenmarkttief 2022. Seiner Ansicht nach signalisiert dies, dass BTC bereits tief in einer Bärenmarktphase steckt und sich möglicherweise den letzten Stadien nähert.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels wurde BTC bei 83.435 $ gehandelt, mit Verlusten von 2,2 % und 7 % in den letzten 24 Stunden bzw. sieben Tagen.

