Bitcoin könnte durch Fortschritte bei Quanten-Sicherheit schnell neue Höchststände erreichen, sagt Capriole-Gründer

Charles Edwards, Gründer von Capriole Investments, sieht für Bitcoin die Möglichkeit einer deutlichen Aufwärtskorrektur, sollte das Netzwerk greifbare Fortschritte in der post-quanten Sicherheitsentwicklung zeigen. In einem Podcast von Bitcoin Suisse AG erklärte Edwards, dass Bitcoins jüngste Underperformance, schwache Marktstimmung und institutionelle Zurückhaltung darauf hindeuten könnten, dass das Quantenrisiko bereits teilweise im Markt eingepreist ist.
Edwards bezeichnete die aktuelle Situation als eine der stärksten Bitcoin-Chancen der letzten Monate, jedoch mit einem wesentlichen Vorbehalt. Seiner Meinung nach hat Bitcoin nach einem neunmonatigen Abwärtstrend die Richtung gewechselt und zeigt relative Stärke im Vergleich zu Aktien und Gold, obwohl geopolitische Risiken, Ölmarktbedenken und makroökonomische Unsicherheiten weiterhin hoch sind.
Quantenrisiko wird zentral für Bitcoin
Laut Edwards ist die zentrale Variable nicht mehr der traditionelle Vierjahreszyklus, das Angebot der Miner oder kurzfristige makroökonomische Volatilität. Entscheidend ist, ob Bitcoin glaubwürdige Fortschritte in Richtung quantenresistenter Signaturen zeigen kann, bevor das wahrgenommene Bedrohungsfenster sich weiter verengt.
Edwards bleibt optimistisch in Bezug auf Bitcoin als Investition, da der Vermögenswert bereits stark abgewertet wurde. Er äußerte jedoch Bedenken über das langfristige Risiko, falls Bitcoin Core-Beitragende und das breitere Ökosystem die Quanten-Sicherheit weiterhin als ein fernes Problem betrachten.
Edwards kritisierte die seiner Meinung nach vorhandene Selbstzufriedenheit in Teilen der Bitcoin-Entwicklungsgemeinschaft. Während er anerkannte, dass einige Vorbereitungsarbeiten geleistet wurden, argumentierte er, dass Bitcoin immer noch einen konkreten Migrationspfad für post-quanten Signaturen und für möglicherweise exponierte Coins fehlt.
Er betonte, dass das technische Problem lösbar, aber nicht trivial sei. Post-quanten Signaturschemata könnten größer sein, was Fragen zu Blockgröße, Durchsatz, Wallet-Migration und der Behandlung von ruhenden Coins aufwirft. Edwards hob auch das ungelöste Problem verlorener Coins hervor, einschließlich älterer Outputs, die anfällig werden könnten, wenn ausreichend leistungsfähige Quantencomputer vor einer netzwerkweiten Umstellung eintreffen.
Sein Grundszenario ist nicht, dass Bitcoin scheitert. Vielmehr erwartet er wachsenden Druck von Institutionen, Ethereum's Arbeiten zur Quantenbereitschaft und Bitcoin-fokussierten Unternehmen, um letztendlich Fortschritte zu erzwingen. Er beschrieb jedes klare Signal von wichtigen Bitcoin Core-Beitragenden, dass Quantenresistenz zu einer ernsthaften Priorität wird, als potenziellen Katalysator.
Bitcoin-Metriken signalisieren Wert
Abgesehen von Quanten sieht Edwards mehrere Capriole-Metriken, die darauf hindeuten, dass Bitcoin in einer tiefen Wertzone gehandelt wird. Er verwies auf das Energie-Wert-Modell von Capriole, das den fairen Wert von Bitcoin bei etwa $115.000 sieht, was auf einen Rabatt von etwa 43% zum Zeitpunkt der Diskussion hindeutet. Er verwies auch auf rabattierte Werte bei Metriken wie dynamischer Bereich NVT, Yardstick, MVRV Z-Score und minerbezogene Indikatoren.
Edwards betonte jedoch, dass Mining-Metriken weniger wichtig sind als früher. In seinem Rahmen sind institutionelle Nachfrage von ETFs und Treasury-Unternehmen die dominierende Angebots-Nachfrage-Kraft geworden. Er sagte, dass institutionelle Käufe kürzlich wieder positiv geworden sind, während das Angebot von langfristigen Haltern nach einer langen Verkaufsperiode zu steigen beginnt.
Für die nahe Zukunft nannte Edwards $71.000 als Schlüsselwert und sagte, Bitcoin könnte sich in Richtung $80.000 bis $82.000 bewegen, wenn die aktuelle Stärke anhält. Ein wöchentlicher oder monatlicher Schlusskurs unter $71.000 würde dieses Szenario jedoch in Frage stellen.
Zum Zeitpunkt der Berichterstattung wurde BTC bei $77.629 gehandelt.

