Bitcoin $250.000, Ether $10.000 bis Jahresende? Arthur Hayes denkt so

23. Juli 2025, 13:49 Uhr · Quelle: BTCStar
Arthur Hayes liefert eine spannende Analyse über die makroökonomischen Einflüsse auf Bitcoin und Ether. Seine Prognosen versprechen ein rekordschnelles Wachstum der Kryptowährungsmärkte bis Ende 2025.

Arthur Hayes war noch nie schüchtern bei großen Zahlen, aber sein neuester Essay, Time Signature, rahmt diese Ziele in einer umfassenden makroökonomischen These ein: einen US-Kreditausweitung im Stil der Kriegszeiten, die—wenn sie sich so entwickelt, wie er erwartet—Bitcoin und die Kryptowährungsmärkte in ihre bisher größte Blase treiben könnte.

Er schreibt am 22. Juli, dass Finanzmärkte, ähnlich wie Tänzer, den Rhythmus der Kreditvergabe beachten müssen. „If we are out of time, we lose money,“ warnt er, bevor er den Takt identifiziert, dem Trader heute folgen müssen: die US-Kriegsindustriepolitik, oder wie er es unverblümt nennt, eine Verschiebung hin zu wirtschaftlichem “Faschismus”.

Hayes zentriert sein Argument auf den kürzlich angekündigten Deal des Pentagon mit MP Materials, wonach das US-Verteidigungsministerium größter Aktionär des Bergbauunternehmens wird, einen Mindestpreis für kritische Seltene Erden garantiert, der doppelt so hoch ist wie der aktuelle Marktpreis in China, und ein Bankdarlehen von $1 Milliarde zur Errichtung einer Verarbeitungsanlage in Nevada unterstützt. Die Struktur, schreibt er, ist die Vorlage für „QE 4 Poor People“, ein Kreditmultiplikator, der die Geldmenge ohne formale Zustimmung des Kongresses erweitert.

In seinem schematischen Beispiel schafft ein einzelnes Bankdarlehen an MP Materials $1.000 neue Fiat-Währung, die sich dann als Löhne, Einlagen und ermäßigte Staatsanleihen ausbreitet. „The money multiplier is > 1, and this wartime production leads to an increase in economic activity, which is accounted for as ‘growth,’“ beobachtet Hayes. Das Ergebnis, so sagt er, sei eine unvermeidliche Inflation, jedoch auch “government‑guaranteed profits” für Banken und Industrie.

Warum Bitcoin und Krypto die Blase der Wahl ist

Hayes' historischer Vergleich ist Chinas Immobilienboom von den 1990er bis 2020er Jahren, wo eine fünftausendprozentige Expansion von M2 Haushalte in Wohnungen trieb, Bodenwerte und kommunale Einnahmen aufblähte. In den Vereinigten Staaten, so argumentiert er, wird das sozial akzeptable Überdruckventil digitale Assets sein.

Zwei politische Verschiebungen untermauern diesen Aufruf. Erstens, Pensionspläne—ein $8,7 Billionen Pool—können jetzt unter einer kürzlich erlassenen Executive Order in Krypto investieren. Zweitens, der von der Trump-Kampagne geäußerte Vorschlag zur Abschaffung der Kapitalertragsteuer auf digitale Assets könnte, so Hayes' Worte, „insane war‑driven credit growth“ mit „no fucking taxes“ bieten. Die breitere Attraktivität für Politiker, so behauptet er, sei demografisch: Jüngere und vielfältigere Investoren besitzen in größerer Zahl Krypto als Aktien, also würde ein Bullenmarkt eine breitere, vielfältigere Gruppe von Menschen schaffen, die mit der Wirtschaftspolitik der Regierungspartei zufrieden sind.

Selbst ein kreditgetriebener Boom muss ein Publikum für das wachsende Staatsdefizit finden. Hayes' Lösung ist der Stablecoin-Sektor, der bereits den Großteil seiner Vermögenswerte in US-Staatsanleihen unterbringt. On-Chain-Daten, so bemerkt er, deuten darauf hin, dass etwa neun Cent jedes neuen Dollars im Gesamtwert des Kryptomarktes in Stablecoins fließt. „Let’s assume that Trump propels the total crypto market cap to $100 trillion by 2028,“ schreibt er; „that would create roughly $9 trillion in T’bill purchasing power.”

Der Mechanismus erinnert an die Finanzierung des Zweiten Weltkrieges, als das Finanzministerium die Ausgabe auf kurzfristige Anleihen ausrichtete. In Hayes' Ansicht entsteht eine sich selbst verstärkende Schleife: Kriegszeitbeschaffung treibt Kreditausweitung, höhere Kredite heben Krypto, höhere Kryptokapitalisierung füttert die Stablecoin-Nachfrage nach T‑Bills, und diese Käufe stützen weitere Defizite.

Handelstaktiken—Und die Jahresendprognose

Vor diesem makroökonomischen Hintergrund erklärt Hayes sein Investitionsvehikel, Maelstrom, als “fully invested,” und erklärt warum: “It’s pretty simple: Maelstrom is fully invested. Because we are degens, the shitcoin space offers amazing opportunities to outperform Bitcoin, the crypto reserve asset. [...] Ether has been the most hated large-cap crypto. No more; the Western institutional investor class, whose chief cheerleader is Tom Lee, loves Ether. Buy first, ask questions later.”

Seine numerischen Überzeugungen sind explizit: Bitcoin $250.000 und Ether $10.000 bis 31. Dezember 2025. Der westliche Kreditgeysir ist, schreibt er, “about to tear the market a new asshole.” Doch er erinnert die Leser wiederholt daran, dass diese persönlichen Ansichten keine Anlageberatung sind.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wurde Bitcoin bei $118.368 gehandelt.

Finanzen / Crypto / Bitcoin / Ether / Kreditausweitung
23.07.2025 · 13:49 Uhr
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