Biogas: Teurer, aber politisch gewollt – Verbraucher müssen tiefer in die Tasche greifen
Biogas als nachhaltige Heizquelle steht derzeit stark im Fokus der schwarz-roten Koalition und könnte für viele Verbraucher zu einer kostspieligeren Alternative im Vergleich zu herkömmlichem Erdgas werden. Nach Angaben des Vergleichsportals Verivox übersteigen die Preise für Biogastarife aktuell um etwa 25 Prozent jene für konventionelles Erdgas. Für einen typischen Einfamilienhaus-Bewohner, der einen Jahresverbrauch von rund 20.000 Kilowattstunden aufweist, könnte dies laut Verivox zusätzliche Kosten von etwa 492 Euro bedeuten.
Ab 2029 sollen gemäß den Plänen von Union und SPD neu installierte Gasheizungen einen Biomethananteil von mindestens 10 Prozent enthalten. Hierfür gibt es nach Verivox-Angaben momentan 164 Tarifangebote von 124 Gasversorgern. Der durchschnittliche Preis beläuft sich auf 12,4 Cent pro Kilowattstunde inklusiver aller Gebühren, wobei die Preisspanne zwischen 10 und 16 Cent pro Kilowattstunde variiert. Dem gegenüber steht der derzeitige durchschnittliche Preis für herkömmliches Erdgas mit knapp 9,94 Cent pro Kilowattstunde.
Die Entscheidung für eine neue Heizungsanlage will wohlüberlegt sein, wie Verivox kommentiert: Eine Gasheizung mit Biogasanteil könnte zwar die Betriebskosten erhöhen, während eine alternative Lösung wie die Installation einer Wärmepumpe möglicherweise höhere Anschaffungskosten aufweist, jedoch bei den laufenden Energiekosten Einsparungen verspricht. Letztlich ist die Wahl der Heizsysteme eine Frage der baulichen Gegebenheiten, für die Verivox Verbrauchern eine professionelle Energieberatung empfiehlt.

