Bildungsstrategie: Vom Sorgenkind zum Vorbild
Die jüngsten Ergebnisse des IQB-Bildungstrends lassen aufhorchen: Der erkennbare Leistungsabfall bei Neuntklässlern ist alarmierend. Doch der Bildungsbericht legt auch offen, dass eine langfristige, datenbasierte Gesamtstrategie in der Schulpolitik zu erheblichen Verbesserungen führen kann.
Ein Vorzeigebeispiel liefert Baden-Württemberg, dem der Sprung von einer mittleren Platzierung hin zur Spitzengruppe gelang. Möglich wurde dies durch gezielte Maßnahmen wie einem pragmatischen Fortbildungsprogramm für Lehrkräfte.
Bemerkenswert dabei: Baden-Württemberg verzeichnet einen höheren Anteil an Schülern mit Migrationshintergrund als Nordrhein-Westfalen und beweist damit, dass erfolgreiche Integration und Bildung keineswegs im Widerspruch stehen. Die entscheidende Frage bleibt: Wann werden alle Bundesländer ihre Anstrengungen bündeln und gemeinsam mit Kindertagesstätten, Kommunen, Bildungseinrichtungen, Lehrerverbänden, Eltern und Schulen in eine neue Bildungszukunft steuern?

