Beruhigung in der Politlandschaft: Stabile Anleihemärkte in Europa
Der Handel mit deutschen Bundesanleihen zeigte sich am Donnerstag weitgehend stabil. Der Euro-Bund-Future, welcher als maßgeblicher Indikator gilt, notierte minimal schwächer bei 130,00 Punkten, was einem Rückgang von nur 0,01 Prozent entspricht. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen verharrte bei 2,57 Prozent.
Unterdessen konnte Frankreichs Regierung kurzzeitig politisch aufatmen, da der drohende Sturz abgewendet wurde. Die Bestätigung von Premierminister Sébastien Lecornu und seinem neuen Mitte-Rechts-Kabinett durch das Überstehen zweier Misstrauensanträge nährt die Hoffnungen auf eine Stabilisierung des Euros. Auch die zehnjährigen französischen Staatsanleihen blieben weitgehend unbewegt, nachdem ihre Renditen in den vergangenen Tagen gesunken waren, als sich das politische Patt in Frankreich abzeichnete. Der Spread zwischen französischen und deutschen Anleihen hat sich dadurch weiter verengt.
Auf der anderen Seite des Atlantiks sorgt der anhaltende Budgetstreit in Washington für datentechnische Flaute. Die teilweise Schließung von Regierungsbehörden hat die Veröffentlichung signifikanter US-Konjunkturdaten behindert. Dies spiegelt sich in der Stimmung der Industrie im Raum Philadelphia wider, die sich zuletzt merklich eingetrübt hat.

