Beruhigung an den Märkten: Trump verschiebt Strafzölle im Grönland-Streit
Die internationalen Finanzmärkte zeigten sich am Mittwoch erfreulich erholt, nachdem US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos für Aufsehen und Beruhigung sorgte. Eine Erklärung, dass ab dem 1. Februar keine Strafzölle gegen acht europäische Länder, darunter Deutschland, erhoben werden, führte an den amerikanischen Börsen zu einem deutlichen Kursanstieg. Trump hatte diese Zölle im Zuge des Streits um Grönland angedroht, was die Märkte beunruhigt hatte.
Trump erläuterte auf der Plattform Truth Social, dass sich nach Gesprächen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte eine Rahmenvereinbarung zur Lösung der Grönland-Frage abzeichne. Genauere Details wurden bislang nicht verraten, jedoch ist klar, dass weitere Gespräche folgen sollen. Der Plan, die strategisch wichtige Insel, die zu Dänemark gehört, zum Zwecke der nationalen Sicherheit zu übernehmen, bleibt weiterhin auf Trumps Agenda, jedoch ohne gewaltsame Mittel.
Die US-Börsen reagierten rasch auf die beruhigenden Signale aus Davos: Der Dow Jones Industrial legte um 1,21 Prozent zu und schloss bei 49.077,23 Punkten. Auch der Nasdaq 100 konnte mit einem Plus von 1,36 Prozent auf 25.326,58 Zähler überzeugen. Der S&P 500 verzeichnete ebenfalls einen Gewinn von 1,16 Prozent und erreichte 6.875,62 Punkte. Die Ängste eines drohenden Handelskrieges wurden zumindest vorübergehend gelindert, wie der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen betonte: Der Tag endete weitaus positiver, als er begonnen hatte.

