BBVA’s Übernahmeangebot für Banco Sabadell nimmt entscheidende Hürde
Die spanische Aufsichtsbehörde CNMV hat dem modifizierten Übernahmeangebot von BBVA für Banco Sabadell offiziell zugestimmt. Diese Entscheidung ermöglicht die Fortsetzung der Annahmefrist für Aktionäre, die zuvor pausiert wurde, bis eine Entscheidung der Regulierungsbehörde vorlag. Aktionäre haben nun bis zum 10. Oktober Zeit, um ihre Anteile anzubieten, was den gesetzlichen Mindestanforderungen von 30 Kalendertagen entspricht.
Der Markt reagierte mit Vorsicht auf die Neuigkeiten. Am Donnerstagnachmittag verloren die in Madrid notierten BBVA-Aktien über 1,4%, während Sabadell-Aktien um 0,76% fielen. Diese Kursverluste reflektieren die Unsicherheit, die den Deal weiterhin begleitet.
Eine wesentliche Neuerung des aktualisierten Angebots ist der vollständige Wegfall des Baranteils, wodurch das Angebot nun komplett aktienbasiert ist. Diese Änderung erhöht den Angebotswert um 10% und beseitigt steuerliche Konsequenzen für Sabadell-Aktionäre, die sich für eine Annahme entscheiden. Konkret bietet das neue Umtauschangebot eine BBVA-Aktie für 4,8376 Sabadell-Aktien an, im Gegensatz zum ursprünglichen Vorschlag, der 5,5483 Sabadell-Aktien plus 70 Cent in bar pro BBVA-Aktie vorsah.
Laut BBVA-Werten, basierend auf dem Schlusskurs von 16,41 Euro pro Aktie am 19. September, bewertet dieses Angebot jede Sabadell-Aktie mit 3,39 Euro. Carlos Torres, Vorsitzender von BBVA, lobte das Upgrade als 'außergewöhnliches Angebot mit historischer Bewertung und Preis' und betonte, dass es Sabadell-Aktionären 'die Möglichkeit gibt, am enormen Wert, den die Fusion erzeugt, teilzuhaben'. Sollte der Deal zustande kommen, erhielten die Aktionäre der katalanischen Bank eine Beteiligung von 15,3% an dem resultierenden Unternehmen.
Trotz der Verbesserungen bleibt das Management von Banco Sabadell skeptisch. César González-Bueno, CEO von Banco Sabadell, erklärte auf 'TVE', dass er das verbesserte Angebot für 'schlechter als das ursprüngliche vor 16 Monaten' hält und erwartet, dass der Verwaltungsrat diesen neuen Vorschlag ablehnen wird. Die katalanische Bank hat nun fünf Arbeitstage Zeit, um ihre offizielle Meinung zum verbesserten Angebot abzugeben, ein entscheidender Schritt zur Orientierung der Aktionärsentscheidung. BBVA argumentiert, dass die Übernahme den Investoren erlaube, vom Wachstums- und Internationalisierungspotenzial eines größeren Bankenverbundes zu profitieren.

