Bayer setzt auf Asundexian: Hoffnungsträger im Schlaganfallkampf
Der Bayer-Konzern hat ambitionierte Details zu seinem potenziellen Milliarden-Pharmahoffnungsträger Asundexian enthüllt. Die vorgelegten Studiendaten, die am Donnerstagabend auf einem renommierten Fachkongress in New Orleans präsentiert wurden, zeigen beeindruckende Ergebnisse: Das Medikament reduzierte die Rate wiederkehrender Schlaganfälle um 26 Prozent. Diese Ergebnisse sind entscheidend, um das kommerzielle Potenzial von Asundexian nach einer möglichen Marktzulassung zu bewerten.
In der umfassenden Oceanic-Stroke-Studie, bei der über 12.000 Probanden beteiligt waren, adressierte Bayer Patienten, die einen nicht-kardioembolischen ischämischen Schlaganfall oder eine Hochrisiko-TIA erlitten hatten. Die täglichen Einnahmen des Mittels führten nicht nur zu einer erheblichen Senkung des Risikos erneuter Schlaganfälle, sondern verringerten auch signifikant das Risiko eines kardiovaskulären Todes, eines Herzinfarkts oder eines Schlaganfalls. Erfreulicherweise zeigte die Studie keine erhöhte Rate schwerer Blutungen im Vergleich zu einem Placebo.
Interessanterweise musste Bayer vor rund zwei Jahren eine andere Phase-III-Studie zu Asundexian wegen Misserfolgs beenden. Dennoch sehen Experten weiterhin erhebliches Umsatzpotenzial für das Mittel in der untersuchten Anwendung. Analysten von Kepler Cheuvreux, Christian Faitz und David Evans, prognostizieren einen möglichen Jahresspitzenumsatz von einer Milliarde Euro, der bei "exzellenten" Studienergebnissen sogar zwei Milliarden Euro erreichen könnte.
Weltweit sind Schlaganfälle eine der häufigsten Todesursachen; 12 Millionen Menschen sind jährlich betroffen. Bayer plant, die Ergebnisse bei Gesundheitsbehörden einzureichen und hat bereits in den USA den speziellen Fast-Track-Status für eine beschleunigte Zulassung erhalten.

