Bauernproteste eskalieren in Frankreich: Todesfall und Verletzte
Bei den andauernden Bauernprotesten in Frankreich hat sich die Lage weiter zugespitzt. Es kam zu einem tragischen Todesfall und zwei Schwerverletzten. An einem Blockadeposten an einer Nationalstraße von Toulouse Richtung Spanien wurde eine Landwirtin getötet, wie der Präsident des Bauernverbandes FNSEA, Arnaud Rousseau, bestätigte. Ihr Mann und eine Tochter wurden lebensgefährlich verletzt. Die Familie hatte sich offenbar hinter einer Blockade aus Stroh in Pamiers aufgehalten, als ein Autofahrer versuchte, die Straßensperre zu durchbrechen, berichtete der Sender BFMTV.
Nach einem Treffen zwischen Agrarverbänden und Premierminister Gabriel Attal weiteten die französischen Landwirte ihre Proteste aus. Bei Albon südlich von Lyon blockierten rund 20 Bauern mit ihren Traktoren die wichtige Nord-Südautobahn A7 in beide Fahrtrichtungen, wie die Präfektur mitteilte.
Auch die Blockaden im Bereich Toulouse in Südfrankreich wurden fortgesetzt. Die Autobahn von Bordeaux Richtung Spanien wurde in Bayonne nahe der Grenze in beide Richtungen unterbrochen. Der Bahnverkehr zwischen Bordeaux und Toulouse war ebenfalls weiterhin durch protestierende Landwirte beeinträchtigt, der Bahnbetreiber SNCF berichtete von Bränden nahe den Gleisen. An ihren Protestposten zündeten die Landwirte Feuer in Fässern an.
Die Bauernproteste in Frankreich richten sich gegen überbordende Vorschriften, die schwierige Einkommenssituation, hohe Energiekosten und, ähnlich wie in Deutschland, den Preis des Agrardiesels. In südlichen Landstrichen wird zudem die Wasserversorgung der Betriebe durch den zunehmenden Klimawandel zu einem immer größeren Problem. (eulerpool-AFX)

