Battlefield 6: Der Shooter treibt Electronic Arts Quartalsgewinn um 38 Prozent nach oben
Electronic Arts verzeichnet einen gewaltigen Sprung bei den vorläufigen Verkaufszahlen, und Battlefield 6 trägt den Löwenanteil an diesem Erfolg. Trotz technischer Macken, Balance-Problemen und diverser Kinderkrankheiten zum Start hat der Shooter dem Publisher einen dringend benötigten Schub verpasst: Die vorläufigen Umsätze für das Quartal bis Ende Dezember 2025 kletterten um satte 38 Prozent im Jahresvergleich auf drei Milliarden Dollar. Doch während die Zahlen glänzen, schwebt über Electronic Arts eine ganz andere Wolke: die geplante Übernahme durch Saudi-Arabiens Public Investment Fund, Affinity Partners und Silver Lake für 55 Milliarden Dollar, die das US-Repräsentantenhaus nun unter die Lupe nimmt.
Battlefield 6 als Umsatztreiber trotz holprigem Start
Laut einem Bericht von Variety lagen die vorläufigen Verkaufszahlen von Electronic Arts für das Geschäftsquartal bis 31. Dezember 2025 bei drei Milliarden Dollar Umsatz und 1,9 Milliarden Dollar Einnahmen, was einem Anstieg von 38 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Battlefield 6 steuerte den größten Teil der Netto-Buchungen bei, obwohl auch Apex Legends und EA Sports FC Wachstum verzeichneten. EA Sports FC legte im dritten Quartal im oberen einstelligen Bereich im Jahresvergleich zu, ausgenommen des Effekts durch das Timing von Deluxe-Edition-Inhalten, angetrieben durch die Stärke von Ultimate Team und FC Mobile. Respawns langlebiger Battle-Royale-Shooter Apex Legends wuchs zweistellig im Jahresvergleich, getrieben durch innovative neue Features und Events. Doch Battlefield 6 ist der unbestrittene Star: Der Shooter avancierte nicht nur zum meistverkauften Shooter des vergangenen Jahres, nachdem er innerhalb von drei Tagen mehr als sieben Millionen Einheiten verkaufte, sondern katapultierte die Franchise auch auf neue Engagement-Höhen.
Saudi-Übernahme für 55 Milliarden Dollar sorgt für Unruhe
Nach der Ankündigung der Übernahme durch Saudi-Arabiens Public Investment Fund, Affinity Partners und Silver Lake wird Electronic Arts keine vierteljährliche Telefonkonferenz zur Besprechung der Gewinnzahlen abhalten. Der Vorstand des Publishers billigte den 55-Milliarden-Dollar-Deal, der zwischen April und Juni abgeschlossen werden soll. Allerdings haben Mitglieder des US-Kongresses kürzlich die Federal Trade Commission aufgefordert, die Übernahme zu untersuchen, was zu Hindernissen führen könnte. Die geplante Übernahme würde EA unter die private Eigentümerschaft von Investoren stellen, darunter der saudische Staatsfonds PIF, der nach Berichten des Wall Street Journal rund 93,4 Prozent von EA besitzen würde. Kongressabgeordnete äußerten ernsthafte Bedenken über den saudi-geführten Kauf und dessen potenzielle Auswirkungen auf die Branche, was die Abschlussfrist zwischen April und Juni gefährden könnte.
Franchise-Rekorde und strategische Bedeutung für EA
Battlefield 6 verkaufte nicht nur mehr als sieben Millionen Einheiten innerhalb von drei Tagen und wurde damit zum meistverkauften Shooter des Jahres, sondern trieb auch die Franchise auf historische Engagement-Höhen. Electronic Arts hatte ursprünglich mit Verkaufszahlen von zehn bis zwölf Millionen Einheiten für das Geschäftsjahr 2026 gerechnet, doch Prognosen bewegten sich bereits in Richtung 15 Millionen. Das Spiel zielt darauf ab, 2026 Einnahmen von 1,8 Milliarden Dollar zu generieren, was 15 bis 20 Prozent von EAs Gesamtumsatz ausmachen würde, durch Vorbestellungen, Battle Passes und plattformübergreifende Zugänglichkeit. Trotz technischer Probleme, Balance-Fragen und diversen Bugs zum Start hat der Shooter die Erwartungen übertroffen und Electronic Arts einen dringend benötigten Schub verliehen, während das Unternehmen sich auf die umstrittene Übernahme vorbereitet.
Unsichere Zukunft unter neuer Eigentümerschaft
Die vorläufigen Verkaufszahlen zeigen, dass Battlefield 6 ein kommerzieller Erfolg ist, doch die bevorstehende Übernahme wirft Schatten auf die Zukunft von Electronic Arts. Die Untersuchung durch die Federal Trade Commission auf Drängen von Kongressmitgliedern könnte den Abschluss verzögern oder sogar gefährden. Die Tatsache, dass EA keine vierteljährliche Telefonkonferenz zur Besprechung der Gewinnzahlen abhält, unterstreicht den Übergang zu privater Eigentümerschaft. Während Battlefield 6 kurzfristig glänzt, bleibt abzuwarten, wie sich die saudi-geführte Übernahme langfristig auf die Entwicklung von Franchises wie Battlefield, Apex Legends und EA Sports FC auswirken wird. Die nächsten Monate werden entscheidend sein, sowohl für den Abschluss des Deals als auch für die strategische Ausrichtung von Electronic Arts unter neuer Führung.


