BASF startet verhalten ins Jahr: Herausforderungen und Chancen für den Chemieriesen
Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat mit einem leicht gedämpften Start ins neue Jahr zu kämpfen. Der Umsatz in den ersten drei Monaten verzeichnete einen Rückgang um 0,9 Prozent auf 17,4 Milliarden Euro. Analysten hatten optimistischere Erwartungen, die auf mehr Erlös hoffen ließen. Im operativen Geschäft verlief es ebenfalls etwas schleppend: Das um Sonderposten bereinigte Ebitda sank um 3,2 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro – ein Rückgang, der von den Experten vorausgeahnt wurde.
Das Unternehmen sieht sich mit diversen Herausforderungen konfrontiert. Im Landwirtschaftssegment sowie bei Basischemikalien und Inhaltsstoffen für Ernährung und Pflege sanken die Absatzmengen. Dennoch verzeichnete BASF einen Lichtblick durch die Schwäche des US-Dollars. Trotz dieser Herausforderungen bleibt der Konzern optimistisch und hat seine Ziele für das Gesamtjahr bestätigt, warnt jedoch vor den Unsicherheiten im Zuge der Zollpolitik der USA unter Präsident Donald Trump.
Finanzchef Dirk Elvermann betonte die strategische Stärke von BASF durch regionale Produktionsausrichtungen, die in herausfordernden Zeiten einen klaren Wettbewerbsvorteil bieten könnten. Die genauen Auswirkungen der Zölle sind jedoch schwer vorhersehbar, wobei indirekte Effekte aufgrund von Kundennachfrageänderungen in Branchen wie Automobil und Konsumgüter erwartet werden.
Mit Markus Kamieth feiert der neue Unternehmenschef seine erste Hauptversammlung. Kamieth hat weitreichende Maßnahmen zur Neuausrichtung des Unternehmens angekündigt. Dazu zählen der Verkauf von Geschäftsbereichen, der Börsengang des Agrargeschäfts und eine erstmalige Dividendensenkung seit 2010. Zudem stehen weitere Werksschließungen im Stammwerk Ludwigshafen und ein neuer Stellenabbau im Raum, im Zusammenhang mit einem Milliarden-Sparprogramm.

