BASF auf Kurs: Lacke-Geschäft vor Veräußerung an Carlyle
Der Chemiekonzern BASF steht offenbar kurz davor, einen Käufer für seine Lacke-Sparte zu finden. Wie die 'Financial Times' berichtet, befindet sich der Dax-notierte Konzern derzeit in Exklusivverhandlungen mit der Investmentgesellschaft Carlyle. Diese hatte sich in einem hart umkämpften Bieterwettbewerb durchgesetzt. Bei erfolgreicher Einigung könnte das Geschäft einen Umfang von rund sieben Milliarden Euro erreichen.
Dieser mögliche Verkauf markiert einen weiteren strategischen Schritt zur Neuordnung des Geschäftsfeldes von BASF. Der Chemieriese ist schon seit geraumer Zeit mit den Herausforderungen einer schleppenden Branchenkonjunktur konfrontiert. Auf die Nachricht hin verzeichnete die BASF-Aktie zunächst einen leichten Anstieg, musste jedoch rasch Einbußen hinnehmen und beendete den Handelstag mit einem Minus von nahezu einem Prozent.
Die Kundenbasis der Lack-Sparte besteht zu wesentlichen Teilen aus der deutschen Automobilindustrie. Diese sieht sich wiederum mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert, darunter die intensive Konkurrenz aus China und der teils verschlafene Übergang zur Elektromobilität. Mit einem Umsatz von 3,8 Milliarden Euro zählt die Sparte 10.300 Mitarbeiter weltweit.
Zusätzlich verkündete BASF jüngst den Abschluss des Verkaufs des brasilianischen Geschäfts für Bautenanstrichmittel an Sherwin-Williams, ein Deal im Wert von 1,15 Milliarden US-Dollar. Der Vorstandsvorsitzende Markus Kamieth äußerte sich optimistisch, den Verkauf der Lack-Sparte erfolgreich abschließen zu können.

