Bahnsicherheit im Fokus: Treffen zur Verbesserung des Schutzes im Zugverkehr
Nach einem tragischen Vorfall, bei dem ein Zugbegleiter sein Leben verlor, rückt der Schutz von Bahnmitarbeitenden in den Mittelpunkt politischer und gewerkschaftlicher Diskussionen. Am Freitag versammelten sich Vertreter aus Bund, Ländern, Gewerkschaften und der Branche in Berlin, um über effektive Schutzmaßnahmen im Bahnverkehr zu beraten. Eingeladen zu dieser bedeutenden Zusammenkunft hatte Evelyn Palla, die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn. Sie nutzte die Gelegenheit, um Vorschläge für konkrete Sicherheitsinitiativen vorzustellen.
Insbesondere die Bahngewerkschaften, EVG und GDL, machen sich stark für mehr Sicherheitspersonal im Regionalverkehr. Ihre Forderung: ein flächendeckender Einsatz von mindestens zwei Zugbegleitern pro Fahrt. Ein weiterer Vorschlag der EVG ist die freiwillige Ausstattung des Personals mit Bodycams, die durch Tonaufnahmen auch verbale Attacken dokumentieren und rechtliche Schritte erleichtern könnten.
Die Dringlichkeit der besprochenen Maßnahmen untermauern aktuelle Zahlen der Bahn: Im letzten Jahr wurden rund 3.000 körperliche Übergriffe auf ihre Beschäftigten verzeichnet. Auch wenn dies einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr darstellt, habe sich das Sicherheitsempfinden innerhalb der Belegschaft gemäß einer internen EVG-Umfrage signifikant verschlechtert.

