Autobranche im Wandel: Deutsche fahren wieder mehr, Neuwagenpreise sinken
Nach einer längeren Phase rückläufiger Entwicklungen ist im Jahr 2024 ein Aufwärtstrend bei den Fahrleistungen der deutschen Autobesitzer zu verzeichnen. Pkw-Halter legten durchschnittlich 12.560 Kilometer zurück, wie aktuelle Umfragedaten der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) zeigen. Dies stellt den ersten Anstieg seit 2018 dar, in dem die deutschen Autofahrer noch 14.920 Kilometer pro Jahr bewältigten.
Ein weiteres bemerkenswertes Phänomen zeigt sich bei den Neuwagenpreisen, die erstmals seit Jahren rückläufig sind. Durchschnittlich gaben Käufer 43.530 Euro für einen Neuwagen aus – 1.100 Euro weniger als im Vorjahr. In den Jahren zuvor hatte der Markt einen kontinuierlichen Preisanstieg erfahren, mit besonders starken Zuwächsen in den letzten drei Jahren.
Der Preisrückgang wird von der Überwindung der Fahrzeugknappheit und einer möglichen Angst vor Überkapazitäten begünstigt, so die DAT. Während die Preise für Neuwagen sanken, blieben die Ausgaben für Gebrauchtwagen nahezu unverändert. Mit 18.600 Euro bewegten sich die Kosten im Durchschnitt nur minimal unter dem Niveau von 2023.
Daten zufolge besitzen die von Privatpersonen erworbenen Neuwagen im Durchschnitt 176 PS, wobei das Durchschnittsalter der Käufer bei 46 Jahren liegt. Privatkäufe stellen jedoch nur ein Drittel des Neuwagenmarktes dar. Dem gegenüber steht der Gebrauchtwagenmarkt, der vorwiegend von Privatpersonen dominiert wird. Der durchschnittliche Gebrauchtwagen verfügte im Vorjahr über 141 PS, war 6,7 Jahre alt und wies 62.564 Kilometer auf dem Zähler auf. Die durchschnittlichen Käufer sind hier 43 Jahre alt.

