Auswirkungen der Zollpolitik: Große US-Konzerne unter Druck
Der Einfluss der US-Zollpolitik unter Präsident Trump und die anhaltenden Unsicherheiten im globalen Handel machen sich zunehmend in den Finanzberichten amerikanischer Unternehmen bemerkbar. Schwergewichte wie General Motors, Harley-Davidson und McDonald's haben jüngst Herausforderungen aufgrund dieser wirtschaftlichen Lage aufgezeigt.
Der Automobilhersteller General Motors hat seine Prognose für den Jahresgewinn deutlich reduziert, da die Zölle voraussichtlich zu Kosten in Milliardenhöhe führen werden. Trotz neuer Erleichterungen für importierte Autoteile erwartet die Geschäftsführung unter der Leitung von Mary Barra zusätzliche Belastungen von 4 bis 5 Milliarden US-Dollar. Die ursprünglich prognostizierten operativen Gewinne von bis zu 15,7 Milliarden Dollar wurden nun auf einen Erwartungsrahmen von 10 bis 12,5 Milliarden Dollar korrigiert.
Ähnlich reagiert der Motorradproduzent Harley-Davidson. Angesichts der unsteten globalen Handelssituation und der sich verschlechternden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zieht das Unternehmen seinen Ausblick für 2025 zurück. Trotz erfreulicher Quartalsergebnisse bleibt der schwächelnde Einzelhandelsabsatz in den USA eine Herausforderung. Jochen Zeitz, der CEO von Harley-Davidson, betonte die Notwendigkeit, sich proaktiv auf die bestehenden wirtschaftlichen und tarifären Herausforderungen einzustellen.
Auch bei der Burgerkette McDonald's hinterlassen die gegenwärtigen wirtschaftlichen Unsicherheiten deutliche Spuren. Das Unternehmen berichtete von einem einprozentigen Rückgang der Umsätze im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr. Insbesondere der Umsatzrückgang in den USA um 3,6 Prozent macht dem Konzern zu schaffen. Die Einbußen auf Konzernebene belaufen sich auf einen dreiprozentigen Umsatzrückgang, was einen Gewinnrückgang auf 1,87 Milliarden Dollar bedeutet.

