Australien ringt mit extremen Wetterphänomenen – von verheerenden Bränden bis zu drohenden Zyklonen
Während Europa von Wintertemperaturen beherrscht wird, kämpft Australien mit zwei ungleichen Wetterfeinden. Im Süden prallen extreme Hitze und heftige Brände aufeinander, während im Norden ein sich bildender Zyklon düstere Vorzeichen setzt.
Im südöstlichen Bundesstaat Victoria steht die Lage durch 'katastrophale' Brandbedingungen auf der Kippe. Dutzende Feuer haben eine riesige Fläche von zehntausenden Hektar erfasst. Besorgniserregend dabei: Zwei Erwachsene und ein Kind sind im Nordosten vermisst. Dazu kommt es zu erheblichen Infrastrukturproblemen wie beschädigten Gebäuden, Strommangel und der Evakuierung tausender Menschen. Bei Gluthitze von über 40 Grad und starken Winden stellt der meteorologische Dienst Australien vor die Herausforderung, mit rasch, unberechenbar sich ausbreitenden Feuerfronten umzugehen. Auch sogenannte trockene Gewitter mit gefährlichen Blitzen und ein bevorstehender Windwechsel verschärfen die Gefahr.
Derweil könnte sich nördlich von Queensland ein tropisches Tief zu einem Zyklon entwickeln und sintflutartige Regenfälle, Überschwemmungen sowie gefährliche Erdrutsche mit sich bringen. Der Wetterdienst rechnet mit erheblichen Beeinträchtigungen durch gesperrte Straßen und den nachfolgenden Schäden.
Australien wird immer mehr zum Brennpunkt der Klimaveränderungen. Der Weltklimarat (IPCC) prognostizierte bereits in einem Bericht vom Februar 2022, dass die Häufigkeit solcher Extremereignisse zunehmen wird. Nun sieht sich das Land erneut mit eindrucksvollen Beispielen dieser Vorhersage konfrontiert, während das Ringen um den angepassten Umweltschutz weitergeht.

