Auftragsbestand auf Rekordniveau: TKMS plant für die Zukunft
Der Kieler Spezialist für U-Boot-Bau, Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS), verzeichnet eine bemerkenswerte Zunahme an Aufträgen und blickt optimistisch bis in die 2040er Jahre. Mit einem beeindruckenden Auftragsbestand von über 16 Milliarden Euro zum Ende des Geschäftsjahres 2023/2024 hat das Unternehmen bereits prestigeträchtige Projekte gewonnen und baut diese Dynamik weiter aus. Die jüngste Ergänzung kam, als Singapur zwei 70 Meter lange U-Boote in Norddeutschland bestellte, wodurch der Auftragsbestand auf etwa 18 Milliarden Euro anstieg. Diese neuen Einheiten werden auf der TKMS-Werft in Wismar gefertigt werden, während die ersten Boote dieser Serie in Kiel entstanden sind.
Im Dezember erhielt TKMS grünes Licht vom Haushaltsausschuss des Bundestags für den Bau von vier weiteren U-Booten der fortschrittlichen Klasse 212CD für die Deutsche Marine, was allein ein Auftragsvolumen von 4,7 Milliarden Euro bedeutet. Norwegen hat ebenfalls Interesse bekundet, die U-Boot-Flotte zu erweitern, was zusätzliche Möglichkeiten für TKMS eröffnen könnte. Ein weiteres spektakuläres Projekt ist der neue Forschungseisbrecher 'Polarstern' für das Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven. Gleichzeitig verhandelt das Unternehmen über einen potenziellen U-Boot-Auftrag aus Kanada.
In finanzieller Hinsicht erzielte TKMS im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024/2025 einen Umsatz von über 1,1 Milliarden Euro, eine Steigerung gegenüber den 965 Millionen Euro des Vorjahreszeitraums. Auch der bereinigte operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte zu und erreichte 62 Millionen Euro, nach 42 Millionen Euro im Vorjahr. Derzeit beschäftigt TKMS rund 8.000 Mitarbeiter an Standorten in Kiel, Wismar und Itajaí in Brasilien sowie international und festigt damit seine Position als einer der global führenden Akteure in der Marineindustrie.

