Aufschwung für deutsche Staatsanleihen: Trübe Marktlage und Inflationsdaten im Fokus
Die Kurse deutscher Staatsanleihen verzeichneten am Freitag einen Aufwärtstrend. Der Euro-Bund-Future, als richtungweisender Terminkontrakt bekannt, erhöhte sich am Vormittag um 0,25 Prozent und notierte bei 133,19 Punkten. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen lag bei beachtlichen 2,39 Prozent.
Für Aufwind sorgte eine gedrückte Stimmung an den weltweiten Aktienmärkten, welche die Nachfrage nach sicheren Anlagen, wie Staatsanleihen, stützte. Ursache dieser Entwicklung war die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, nächste Woche Zölle gegen China, Kanada und Mexiko zu erheben. Marktteilnehmer hatten bisher angenommen, Trump werde sich wirtschaftlich vernünftig verhalten und kurzfristige Deals seien wahrscheinlich. Sollten sich diese Annahmen als falsch erweisen, müssten die wirtschaftlichen Risiken für die EU und die Eurozone neu bewertet werden, so Fachleute der Dekabank.
Ein überraschender Rückgang der Inflationsrate in Frankreich verstärkte die Erwartung auf fallende Zinssätze in der Eurozone. Die französische Inflationsrate sank im Februar auf nur noch 0,9 Prozent von 1,8 Prozent im Januar, was vor allem auf niedrigere Energiepreise zurückgeführt wird. In Deutschland wird hingegen kaum Veränderung erwartet: Erste Preisdaten aus den Bundesländern deuten auf eine stabile Jahresrate von 2,3 Prozent hin. Die offizielle deutsche Inflationsrate für Februar wird am Nachmittag erwartet, während italienische Inflationszahlen bereits um 11 Uhr bekannt gegeben werden. Der gesamteuropäische Inflationsbericht folgt am Montag.

