Aufschwung an den Börsen: DAX erholt sich trotz angespannter Lage im Nahen Osten
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich zu Wochenbeginn unerwartet erholt und beendete damit eine mehrtägige Verlustphase. Der DAX legte um 0,78 Prozent zu und schloss bei 23.699,12 Punkten. Auch der MDax konnte Zugewinne verzeichnen und stieg um 0,89 Prozent auf 30.006,05 Punkte. Die positive Entwicklung zeigt, dass Anleger trotz der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten von einem begrenzten Konflikt ausgehen. Dennoch mahnt Finanzmarktexperte Andreas Lipkow zur Vorsicht, da sich die Situation jederzeit ändern könne.
Nicht nur in Deutschland, sondern auch europaweit zeigten die Märkte eine positive Tendenz. Der EuroStoxx 50 stieg um 0,9 Prozent, während der Londoner FTSE 100 ein Plus von 0,3 Prozent aufwies. Der Züricher SMI bildete eine Ausnahme und fiel um 0,5 Prozent. In den USA glänzten die Kurse ebenfalls: Der Dow Jones stieg um 0,9 Prozent, während der Nasdaq 100 sogar um 1,5 Prozent zulegte.
Ein weiterer Grund für die Erholung an den Märkten war die Entspannung bei den Ölpreisen, die nach einem Anstieg am Freitag wieder nachgaben. Wichtig ist vor allem die weiterhin offene Straße von Hormus, eine zentrale Route für den Öltransport. Analysten der Dekabank merken an, dass die Weltwirtschaft bisher die Handelsbeschränkungen besser überstanden hat als erwartet.
Unter den Einzelwerten stach Siemens Energy im DAX hervor, deren Aktien um 4,6 Prozent zulegten. Analyst Gael de-Bray von Deutsche Bank Research sieht in einem möglichen Aktienrückkaufprogramm und der geplanten Veräußerung des Kompressionsgeschäfts Treiber für diese Entwicklung. Im Gegensatz dazu verloren Symrise und Beiersdorf an Wert.
Symrise musste ein Minus von 3 Prozent hinnehmen, da sich wichtige Trends im Heimtiersegment abschwächen könnten, während Beiersdorf um 4,2 Prozent fiel, belastet durch Analystenerwartungen in Bezug auf die herausfordernde Konsumgütersparte.

