Auf Kollisionskurs: Toyota und die Herausforderungen der US-Zollpolitik
Die Pläne des japanischen Automobilriesen Toyota für das neue Geschäftsjahr stehen angesichts der Unsicherheiten in der US-Zollpolitik auf wackeligen Beinen. Der global führende Autobauer beziffert die alleinigen Kostenauswirkungen der Zölle für die Monate April und Mai auf etwa 180 Milliarden Yen, was umgerechnet rund 1,1 Milliarden Euro entspricht. Trotz dieser Herausforderungen rechnet Toyota mit einem operativen Gewinn von 3,8 Billionen Yen (ca. 23,4 Milliarden Euro) für das Geschäftsjahr 2025/26 - eine Prognose, die unter den Erwartungen der Analysten liegt, die mit durchschnittlich 4,7 Billionen Yen gerechnet hatten.
Die finanziellen Rückgänge spiegeln sich auch in den Zahlen des letzten Jahres wider, in dem der operative Gewinn bereits um 10 Prozent auf 4,8 Billionen Yen zurückging. Die Toyota-Aktie reagierte mit einem Rückgang um 1,2 Prozent. In Nordamerika, einem der größten Absatzmärkte Toyotas, zeigten sich ebenfalls problematische Tendenzen: Bei einem Absatz von 2,7 Millionen Fahrzeugen im Vorjahr sank der operative Gewinn in der Region um beachtliche 80 Prozent auf 104 Milliarden Yen (ca. 640 Millionen Euro).
Toyota plant jedoch, im aktuellen Geschäftsjahr, das im April begann, die Auslieferungen weltweit von 11 Millionen auf 11,2 Millionen Fahrzeuge zu steigern. Trotz dieser Wachstumsstrategie prognostiziert das Unternehmen einen Gewinnrückgang. Nach dem jüngsten Rückgang des Nettogewinns um knapp sechs Prozent auf 4,8 Billionen Yen erwartet Toyota nunmehr einen noch geringeren Gewinn von 3,1 Billionen Yen.
Ungeachtet dessen plant der japanische Autobauer, seine Dividendenpolitik fortzusetzen: Die Ausschüttung für das vergangene Jahr betrug insgesamt 90 Yen je Aktie, 15 Yen mehr als im Vorjahr. Für das aktuelle Jahr soll die Dividende leicht auf 95 Yen steigen. Finanzierungspläne für Aktienrückkäufe stehen derzeit nicht bereit, Toyota kündigte jedoch an, bei Bedarf flexible Rückkaufprogramme in Betracht zu ziehen.

