Audi trotzt Absatzrückgängen mit Elektroschub
Der renommierte Automobilhersteller Audi steht vor einem vielschichtigen Jahr, da die jüngsten Quartalszahlen gemischte Entwicklungen zeigen. Während die globalen Fahrzeugauslieferungen um merkliche 3,4 Prozent auf 383.401 Einheiten sanken, verzeichnete das Segment der Elektroautos einen bemerkenswert positiven Trend.
Angesichts intensiver Konkurrenzverhältnisse reduzierte sich der Absatz vor allem in China um signifikante 7 Prozent, resultierend in 144.471 verkauften Fahrzeugen. Nordamerika, ohne die Einbeziehung Mexikos, zeigte sich mit einem Absatzrückgang von lediglich 2,1 Prozent auf 48.599 Fahrzeuge noch relativ stabil. Zukünftige Zollerhöhungen könnten die Situation allerdings verschärfen.
In Europa, Deutschland ausgenommen, betrug der Rückgang 3 Prozent, was zu 112.707 verkauften Autos führte. Erfreulicher zeigten sich die Ergebnisse im Heimatmarkt Deutschland, wo ein Anstieg von 4,8 Prozent auf 48.447 Autos verzeichnet wurde.
Im Bereich der Elektromobilität konnte Audi hingegen starke Akzente setzen. Die Auslieferungen reiner Elektrofahrzeuge kletterten um beeindruckende 30 Prozent auf 46.371 Einheiten. Besonders in Europa stieß die Einführung neuer Modelle auf große Resonanz, wobei fast drei Viertel der globalen Elektroauslieferungen auf den Kontinent entfielen.
Für die kommenden Jahre bleibt Audi optimistisch, insbesondere mit Blick auf das Jahr 2025, in dem eine erneute Steigerung des Absatzes ins Visier genommen wird. Dabei setzt das Unternehmen auf die Einführung innovativer Modelle.
Angesichts der Herausforderungen im Jahr 2024, die zu signifikanten Einbußen bei Absatz, Umsatz und Gewinn führten, plant Audi, seinen strategischen Fokus weiter zu schärfen. Im Zuge dieser Umstrukturierungen hatte das Unternehmen im März auch angekündigt, bis zu 7.500 Stellen abzubauen.

