Atoss Software hebt Prognose an und beflügelt Aktienkurs
Die in Frankfurt ansässige Atoss Software hat ihre Profitabilitätsprognosen für das laufende Jahr im Zuge eines beeindruckenden Kursanstiegs angehoben. Am Donnerstag katapultierte sich der Aktienkurs im frühen Handel auf 120,20 Euro, den höchsten Stand seit Ende Juli. Bemerkenswerterweise durchbrach die Aktie dabei mit Leichtigkeit die 21-Tage-Linie, ein Indikator für kurzfristige Trends, und testete ebenfalls die exponenzielle 200-Tage-Linie, die derzeit bei etwa 118,60 Euro verläuft. Diese Linie ist für Analysten ein wichtiger charttechnischer Marker für langfristige Trends. Im weiteren Verlauf des Tages gab die Aktie etwas nach, endete jedoch mit einem Plus von 6,8 Prozent bei 113,80 Euro. Damit ist der bisherige Kursverlust des Jahres nahezu aufgeholt.
Der SDax-notierte Softwareanbieter erhöhte nach einem, laut einem Händler, 'soliden Bericht zum dritten Quartal' die Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (Ebit), während das Umsatzziel unverändert blieb. Diese Entscheidung kam nicht überraschend, da sie von einem Händler bereits vor Börsenbeginn vermutet wurde. Er hatte prognostiziert, dass die steigende Margenprognose bis 2025 die Aktie stärken könnte.
Henrik Paganetty, Analyst bei Jefferies, hob positiv hervor, dass der Auftragseingang wieder das Vorjahresniveau erreicht habe und die neue Ebit-Margenprognose von 34 Prozent ein hohes Vertrauen in die Zukunft signalisiere. Ein weiterer Aktienexperte wies darauf hin, dass die Software-Umsätze nach wie vor der entscheidende Wachstumstreiber für Atoss sind, mit einem Anstieg von 14 Prozent. Besonders der Cloud-Bereich zeigte einen Zuwachs von 25 Prozent, wenngleich dieser etwas hinter den Erwartungen zurückblieb. Trotz dieser leichten Dämpfung wird der Bericht insgesamt als 'sehr solide' gelobt, und die Anleger sehen das starke Margenergebnis als Hauptgrund für den Kursanstieg.

