ASML beflügelt Chipbranche: Auftragseingang sorgt für Rekordkurse
Die Begeisterung kennt keine Grenzen: Der niederländische Chipausrüster ASML setzt mit einem beeindruckenden Auftragseingang von 13,2 Milliarden Euro neue Maßstäbe und lässt seine Aktien auf ein bisher unerreichtes Kursniveau von 1.309 Euro steigen. Damit wächst der Aktienkurs des für die Halbleiterproduktion essenziellen Maschinenherstellers im laufenden Jahr um inzwischen 42 Prozent. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 500 Milliarden Euro festigt ASML seine Stellung als Europas wertvollster Konzern. Die Stimmung in der gesamten Branche ist euphorisch.
Der europäische Technologieindex verzeichnete nach einer Pause von zwei Wochen einen neuen Höchststand, während Infineon im DAX einen bemerkenswerten Aufschwung vollzieht und auf den Stand von 2001 vorrückt. Die Papiere des deutschen Chipriesen verzeichnen mit 45,60 Euro bereits ein Plus von nahezu 21 Prozent im jungen Jahr. Auch abseits der großen Werte gibt es Grund zur Freude: Jenoptik stach mit einem Kursgewinn von fast 17 Prozent heraus, was einem Anstieg von einem Drittel über die letzten Jahre entspricht.
Die Jenaer Firma beliefert die Halbleiterindustrie mit hochwertigen Präzisionskomponenten und -systemen. ASML profitiert vom anhaltenden Boom der Künstlichen Intelligenz und plant für 2026 ein weiteres Umsatzwachstum, sowie den Rückkauf von Aktien im Wert von bis zu 12 Milliarden Euro bis 2028. Analysten wie Janardan Menon von Jefferies und Sandeep Deshpande von JPMorgan sind von den Entwicklungen begeistert und prognostizieren weiteres Kurspotential dank der starken Auftragslage und positiven Branchennachrichten.
Neben den europäischen Erfolgen gab es auch erfreuliche Neuigkeiten aus Asien: Der südkoreanische SK Hynix übertraf die Erwartungen mit einem operativen Gewinnplus von fast 15 Prozent im Schlussquartal 2025. Auch Texas Instruments aus den USA überraschte mit einem starken Ausblick für das erste Quartal, was insbesondere Infineon optimistisch in die Zukunft blicken lässt.

